Klimafreundlich unterwegs

Erster elektrischer Schulbus im Landkreis Weilheim-Schongau

Einweihung erster elektrischer Schulbus in Eberfing
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Die Anschaffung eines E-Schulbusses kommt gut an. Bei der Vorstellung des Fahrzeugs durch Anton Oppenrieder (Fahrerseite) versammelten sich zahlreiche Bürgermeister aus den umliegenden Gemeinden, Landrätin Andrea Jochner-Weiß (Beifahrerseite) sowie Vertreter der Verwaltung und der Weilheimer Stadtwerke. Die symbolische Schlüsselübergabe an Oppenrieder übernahm Richard Winkler von MedeleSchäfer.
  • Stephanie Novy
    VonStephanie Novy
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Eberfing – Kaum einen Mucks gibt er von sich. Nur die Bewegungen der Reifen auf dem Asphalt sind zu hören. Der neue Schulbus des Unternehmens Oppenrieder aus Eberfing ist ein besonderer: Es ist der erste elektrische Schulbus im Landkreis Weilheim-Schongau.

Äußerlich kommt er recht unscheinbar daher. Ein Kleinbus von Mercedes. In Dunkelblau. Neun Sitze. Das wohlbekannte orange-schwarze Schild, welches das Fahrzeug als Schulbus ausweist, auf der Motorhaube. Der entscheidende Unterschied liegt im Inneren versteckt. Statt einem Dieseltank ist dort eine Batterie verbaut. Darin soll genug Saft für 400 Kilometer sein. Anton Oppenrieder, Chef des Busunternehmens, hat das neue Gefährt auch schon getestet. In seinem Urlaub ging es mit dem Schulbus nach Österreich, wie er bei der Vorstellung verriet. Und der Chef scheint begeistert zu sein. Oppenrieder sprach davon, dass es zwar zunächst eine Umstellung gewesen sei, rein elektrisch zu fahren. „Aber irgendwann fängt man an ökologisch zu fahren.“ Auf 23,8 kw/h pro 100 Kilometer habe sich der Kleinbus eingependelt. Umgerechnet sei das mit einem Verbrauch von 2,3 Liter Diesel zu vergleichen. 430 Kilometer habe er so mit einer Batteriefüllung geschafft. Und um das Auto noch etwas „grüner“ zu machen, wird das Auto mit „100 Prozent Eberfinger Strom“ aufgeladen, wie Oppenrieder stolz verkündete.

Der neue Schulbus, der vom Autohaus MedeleSchäfer kommt, ist also definitiv ein Schritt in Richtung klimafreundlichere Mobilität. Doch warum war das dem Unternehmen wichtig? „Wir müssen miteinander anpacken“, erklärte Oppenrieder. Es nutze nichts auf Politiker oder andere zu schimpfen. Jeder könne etwas tun. Und mit der Neuanschaffung wolle er schließlich anderen „als Vorbild dienen“. Nicht zuletzt den Schülern. Ziel sei es, ihnen „die neuen Mobilitätstechnicken im Alltag“ näher zu bringen. „Die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte in diesem Bereich muss man so schnell wie möglich generationsübergreifend aufholen.“

Und so wird ab September ein E-Schulbus in den östlichen Gemeinden des Landkreises Weilheim-Schongau unterwegs sein. Auf mehreren Linien zwischen den Weilerschaften und Dörfern wird das Fahrzeug wechselweise auf Herz und Nieren geprüft.

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