Neuer Dienstgrad bei der Bundeswehr

Erster Korporal in Murnau

Bundeswehr Murnau
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Korporal Fabian Ewald (Mitte) ist stolz auf seine Leistungsbeförderung. Kompaniechef Major Michael Pitsch (links) und Bataillonskommandeur Oberstleutnant Marc Richter (rechts) gratulierten dem Soldaten zu seinem Erfolg.

Murnau – „Neuland“ – so wird die Einführung der neuen Dienstgrade „Korporal“ und „Stabskorporal“ in der Laufbahn der Mannschaften der Bundeswehr oft beschrieben. Die letzte Einführung neuer Dienstgrade ist bereits viele Jahre her. Beim Informationstechnikbataillon 293 in Murnau stand vor Kurzem die erste Beförderung an.

Korporal und Stabskorporal sind die beiden Spitzendienstgrade in der Mannschaftslaufbahn der Bundeswehr. Als Wissens- und Erfahrungsträger sollen sie in ihrer Profession aufwachsen. Fabian Ewald ist Soldat der 1. Kompanie des IT-Bataillons in Murnau und für die Verwaltung der Munition zuständig. Er kümmert sich um die Beschaffung, den Transport, die Lagerung oder die Rückführung der Munition – trägt also eine große Verantwortung. Munition ist Gefahrgut und erfordert einen sorgfältigen Umgang und Vorsicht. Ewald arbeitet tagtäglich damit. Und das scheinbar sehr gewissenhaft. „Genau dieses Engagement, der Fleiß und die Gewissenhaftigkeit, die Korporal Ewald an den Tag legt, waren ausschlaggebend für die erfolgreiche Auswahl für den Spitzendienstgrad“, so Major Michael Pietsch, Chef des Soldaten. Ewald setzte sich bei der Beförderung gegen viele anderen Soldat*innen in der Auswahlkonferenz zum Korporal durch.

Doch nicht nur die Leistung des Soldaten ermöglicht eine Beförderung, denn nicht jeder Mannschaftssoldat kann Korporal werden. Dafür muss es einen geeigneten Dienstposten in der Dienststelle geben, das heißt es gibt nur wenige Dienstposten, die auch für den neuen Dienstgrad ausgeschrieben sind. Außerdem muss der Soldat bereits drei Jahre Oberstabsgefreiter gewesen sein und mindesten drei Jahre Restdienstzeit mitbringen. „Ich bin bereits seit 2013 in Murnau eingesetzt und konnte schon viele Erfahrungen sammeln. Der erste Korporal in Murnau sein zu dürfen, ist für mich eine große Ehre und bestätigt meine Bestrebungen immer beste Leistungen zu zeigen“, erklärt Ewald stolz. Auch der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Marc Richter, freute sich über die Beförderung: „Eine Beförderung zum Korporal ist nicht selbstverständlich und erfordert ein hohes Maß an Leistungsbereitschaft sowie Verantwortungsbewusstsein. Ewald ist ein herausragendes Vorbild für alle Soldatinnen und Soldaten seiner Dienstgradgruppe“.

Um die Mannschaftsdienstgradgruppe attraktiver zu gestalten, führte die Bundeswehr im Oktober 2021 die zwei neuen Dienstgrade ein. Das Pilotprojekt soll in den nächsten Jahren weiter wachsen. So soll es bis 2031 bundesweit 5 000 Dienstposten für den Korporal und Stabskorporal geben.

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Von Kreisbote

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