Erster "Oskar" geht an Heidrun Brugger – Zwei überraschte Preisträger: V.li. Bürgermeister Markus Loth, Sparkassenvorstandsmitglied Thomas Orbig ( ...

Zwei überraschte Preisträger: V.li. Bürgermeister Markus Loth, Sparkassenvorstandsmitglied Thomas Orbig („Ehrenoskar“), Heidrun Brugger („Standortoskar“), Hans-Georg Geist, Florian Lipp und Standortförderer Stefan Frenzl. Foto: Hofstetter

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MARIA HOFSTETTER Weilheim – Wird im glamourösen Hollywood mit dem „Oscar“ der begehrteste Filmpreis der Welt verliehen, stehen SchauspielerInnen und Regisseure im Blitzlichtgewitter der Kameras. Einen „Oskar“ in Form des Logos „Weilheim zieht an“ kann sich Heidrun Brugger ins Wohnzimmer stellen. Gewerbe- und Standortförderverein zeichneten die Weil­heimerin für ihre besonderen Verdienste mit dem „Standortoskar Weilheim 2011“ aus. „Damit habe ich nicht gerechnet“, reagierte die Preisträgerin überrascht, nachdem Standortförderer Stefan Frenzl das mit städtischem Amtssiegel versehene Kuvert aus dem Sparkassensafe geholt, geöffnet und die Entscheidung der Jury verkündet hatte. Die Vereinigten Sparkassen Weilheim, in deren Räumen am vergangenen Donnerstag die festliche Verleihung stattfand, wurden ebenfalls mit einem Preis, dem „Ehrenoskar“, bedacht. Ende Februar hatten die beiden Weilheimer Wirtschaftsverbände unter ihren 270 Mitgliedern diesen Wettbewerb ausge- lobt, um „bemerkenswerte Leistungen“ für den Wirtschaftsstandort Weilheim mit einem „Oskar“ zu würdigen und dies öffentlich bekannt zu machen. Die Resonanz war groß, aus sämtlichen Branchen gingen Kandidatenvorschläge ein. Eine Fachjury aus Vorständen beider Vereine wählte die Preisträger für die neue Trophäe. „Weilheim wird heute Abend um eine kleine Attraktion reicher sein“, hatte Bürgermeister Loth in seinem Grußwort angekündigt. Und er sollte Recht behalten, wie sich im Laufe der zweistündigen Veranstaltung zeigte. Bis das Geheimnis um die Preisvergabe gelüftet war, rückte Hans-Georg Geist, Vorsitzender des örtlichen Gewerbeverbandes, mit leidenschaftlichen Worten die Bedeutung dieser Auszeichnung ins Licht. Wer das Wohl der Wirtschaft im Blick habe, fördere gleichzeitig auch das Gemeinwesen, stellte er fest und dass der „Standort­oskar“ einer Stadt, die sich mit dem Slogan „Weilheim zieht an“ schmückt, gut anstehe. In seiner Laudatio auf die Preisträgerin hob Geist die Fachkompetenz und Fairness hervor, mit der Brugger viele Jahrzehnte in Wirtschaft und Kommunalpolitik gewirkt habe. Ihr Reservoir an Energie sei uner- schöpflich, spielte Geist auf Bruggers zahlreiche Ämter an. Die langjährige Stadträtin (CSU), Wirtschaftsreferentin, IHK-Vizepräsidentin und Vorsitzende des IHK-Gremiums Weilheim-Schongau-Landsberg sei als Meinungsträgerin hoch geachtet und „keinesfalls eine Quotenfrau, sondern eine mit Esprit und Charme“. Brugger, die mit ihrem Mann in Weilheim zwei Apotheken betreibt, habe hier in ehrenamtlicher Mission viel bewegt: Sie engagierte sich für die Französische Woche, das Durchführen umfangreicher Wirtschaftsanalysen, machte sich für eine bessere Verkehrsanbindung an den Wirtschaftsraum München stark. Der Laudator hob aber auch Bruggers Gespür für die „Balance zwischen lebendiger Innenstadt und der Ansiedlung von Gewerbezentren in der Peripherie“ hervor. Die Geehrte bedankte sei bei allen „Unterstützern“ und forderte auf, „weiter für den Standort zu kämpfen“. Als ältestes Unternehmen im Landkreis, das beachtlich zur Entwicklung des Wirtschaftsstandortes beigetragen habe, bezeichnete Florian Lipp, Vorsitzender des Standortfördervereins, die Vereinigten Sparkassen Weilheim. Direktor Tho- mas Orbig nahm für das größte Finanzinstitut im Landkreis einen „Ehrenoskar“ entgegen. Bei seinen Recherchen über die Sparkasse hatte Lipp festgestellt, dass diese bei der Kreditvergabe an Geschäftskunden 60 Prozent Marktanteil hält. Neben der „soliden Finanzierung der örtlichen Wirtschaft“ sei die Sparkasse für die Stadt ein wichtiger Gewerbesteuerzahler, Arbeitgeber und mit ihren vier Stiftungen ein großzügiger Spendengeber. Die Initiatoren kündigten an, dass dem ersten „Standortoskar“ weitere folgen sollen. Die Trophäe wiegt schwer: Sie besteht aus massivem Metall, wurde nach dem Logo „Weilheim zieht an“ in der Schlosserei Zirngibl gefertigt und in den Farben Rot und Gold lackiert. Starke musikalische Akzente setzte in der Feier Profi-Cellist Vasja Legisa, Dirigent des Weil­heimer Kammerorchesters, mit Werken von Bach und Cassadò.

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