Erster Peißenberger Wirtschaftspreis geht an Floristik & Gärtnerei Ferchl und Wohnwagen Gèrard

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Erster Peißenberger Wirtschaftspreis. Das Bild zeigt v. li. Wirtschaftsreferent Matthias Reichhart, Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Klaus Ostenrieder, Marie und Klaus Gèrard, Wirtschaftsreferentin Patricia Punzet, Ludwig Ferchl, Tochter Anna und Gattin Rudolfine sowie Bürgermeisterin Manuela Vanni.

Peißenberg – Im Beisein zahlreicher Vertreter des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft aus Peißenberg und dem Landkreis wurde kürzlich zum ersten Mal der Peißenberger Wirtschaftspreis verliehen. Die Auszeichnung ging an zwei Unternehmen, die beide eine jahrzehntelange Geschichte in der Marktgemeinde haben: Die Floristik & Gärtnerei Ferchl sowie Wohnwagen Gèrard.

Begrüßt wurden die Gäste im Foyer der Tiefstollenhalle von Erich Gehrmann vom gemeindlichen Liegenschaftsamt, der auch durch den Abend führte. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von Rowan Tree Hill, der Irish Folk-Formation um Robert Helgert. In ihrem Grußwort betonte Bürgermeisterin Manuela Vanni die Bedeutung der Wirtschaft für die Marktgemeinde als Arbeitgeber, Steuerzahler, Versorger, Dienstleister und Unterstützer der örtlichen Vereine.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß würdigte den Stellenwert einer solchen Auszeichnung für herausragende Leistungen: „Dafür haben Sie hart gearbeitet!“ Auch sei dies ein Zeichen für Qualität, Kompetenz und die Unternehmenskultur der geehrten Betriebe.

Als Laudatoren fungierten die Wirtschaftsreferenten des Gemeinderates Patricia Punzet und Matthias Reichhart. Punzet schilderte die mehr als 100-jährige Geschichte der Floristik & Gärtnerei Ferchl, die im Jahre 1911 noch als Gärtnerei gegründet wurde. In vierter Generation übernahm Ludwig Ferchl 1982 – nach dem plötzlichen Tod seines Vaters – zusammen mit seiner Frau Rudolfine den Betrieb und baute das bis heute harmonierende Zusammenspiel von Gärtnerei und Floristik auf. Inzwischen arbeiten bereits die Kinder und damit die fünfte Generation mit im elterlichen Unternehmen, Tochter Anna als Floristikmeisterin, Sohn Maximilian als Gärtnermeister. Unter den Mitarbeitern – zehn Vollzeitkräfte und viele saisonale Mitarbeiter – wird „vor allem das großartige ethische Spektrum geschätzt, in dem auch Angestellte mit Schwerbehinderung ihren Platz gefunden haben und Mütter nach der Babypause schrittweise wieder ins Berufsleben einsteigen können“, so Punzet, und weiter: „Wir hoffen, dass dieses harmonische Familienunternehmen in Peißenberg noch viele Jahre fortbesteht und die langjährige Tradition somit auch weiterlebt.“

Matthias Reichhart eröffnete seine Laudation mit dem altbekannten Werbejingle „Wir kaufen uns einen Caravan, das ist doch sonnenklar, wir holen ihn in Peißenberg bei Wohnwagen Gèrard“, der Anfang der 1980er Jahre auf Bayern 1 und 3 zu hören war und zum Ohrwurm wurde. Auch Reichhart schilderte die Unternehmensgeschichte, deren Ursprünge in der Italien-Leidenschaft von Anni und Willi Gèrard, die einen Lebensmittelladen in Peißenberg hatten und sich Ende der 1950er Jahre ihren ersten Wohnwagen kauften, liegen. Immer wieder gab’s ein neueres Modell, die Nachfrage nach den Gebrauchten war phänomenal „und so reifte die Geschäftsidee, professionell Wohnwagen zu verkaufen“, so Reichhart.

Der Startschuss fiel 1966. Elf Jahre später zog man an den jetzigen Standort an der Aichstraße. 1972 war die Firma erstmals auf der Messe in München präsent, am Stand wurde eine kleine Tradition begründet, nämlich das Peißenberger Ortsschild als Eyecatcher. Seit 2016 Ist Marie Gèrard – die dritte Generation – mit ihrem Vater im Unternehmen tätig und wird dieses künftig zusammen mit dem langjährigen Mitarbeiter Klaus Ostenrieder führen. Auch bei Wohnwagen Gèrard stehen die Mitarbeiter im Mittelpunkt, führte Reichhart weiter aus. Wohnortnähe, Kompetenzzuweisung, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und günstige Konditionen für Wohnwagennutzungen sind hier nur einige Stichworte. „Es ist mir eine Ehre, Euch in Vertretung für die Wohnwagen Gèrard GmbH für Euer Engagement in der Mitarbeiterförderung und -führung, sowie Euer Verständnis von Familienfreundlichkeit und für die jahrzehntelange Standorttreue den ersten Wirtschaftspreis der Marktgemeinde Peißenberg zu überreichen“, so der Wirtschaftsreferent.

Im Anschluss an die Preisverleihung bestand noch die Möglichkeit zum regen Gedankenaustausch sowie zum Besuch des Job-Events „Neuorientierung null-acht12“ in der Tiefstollenhalle. Hier informierten über 40 Aussteller, es gab ein „Job-Speed-Dating“ sowie Vorträge von Experten und Coaches.

Von Bianca R. Heigl

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