Das Auto wird zur Partylocation

Erstes Autokonzert lockt mehrere hundert Besucher an

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Auch im Auto lässt es sich gut feiern. Das haben hunderte Besucher des Weilheimer Autokonzerts bewiesen.

Weilheim – Die Atmosphäre war zunächst gewöhnungsbedürftig: Vor der großen Open-Air-Bühne am Volksfestgelände, neben der zwei Großleinwände rechts und links das Geschehen nochmals wiedergeben, keine jubelnde Fanschar, die sich bis an die Bühne drängt. Stattdessen ordentlich aufgereihte Autos, in Blöcken und Reihen angeordnet, dazwischen immer schön Abstand. Es ist Corona-Zeit. Aber das heißt keineswegs, dass nicht Konzertstimmung aufkommt. Schon beim Auftaktkonzert von „Lenze & de Buam“, organisiert von Radio Oberland, war ganz schnell klar: Party geht auch so!

Denn die Besucher waren bestens präpariert: Mit Zusatzboxen, Partybeleuchtung, Megaphon und mehr verwandelten sie ihre Autos in „Locations“, in denen das Konzert live via Radio empfangen werden konnte. Meist waren die Fahrzeuge voll besetzt, so dass man wenigstens in Kleingruppen in Partylaune kam. Und das ließen sie auch die Musiker auf der Bühne spüren: Mit kräftigem Hup- und Lichthupen-Applaus zeigten sie „Lenze & de Buam“, dass das Konzept funktioniert. Ob bei „Heinz“, ,,1 000 Rosen“ oder „Einsatz“, ob rockig, Reggae oder Blues – das Publikum feierte die Rückkehr der Kulturevents in der Kreisstadt in vollen Zügen.

„Es war echt toll“, resümierte deshalb auch Lenze alias Lorenz Schmid beim Abschluss-Interview mit Simon Sterzer. Und damit hatte er seine Ankündigung vom Konzertauftakt wahrgemacht, als er meinte: „Zwischen uns ist zwar a bissl Blech, aber wir werden es zum Schmelzen bringen!“ Dass dann auch noch das Konzert mit einer geordneten, flotten Abfahrt der rund 160 Besucher-Fahrzeuge endete, war der perfekten Organisation und der Unterstützung durch das THW geschuldet, das alle Fahrzeuge schnell und sicher vom Weilheimer Volksfestgelände lotste.

Weiter ging’s am vergangenen Wochenende noch mit „Alexander Eder & Band“, für den die Lokalmatadore „Whale City“ als Vorgruppe einheizten. Hier hatte wohl der kräftige Regen vor dem Konzert aber doch einige Besucher abgeschreckt. Mit „Hoamatbeat“ und „Kaled“, die sich den Sonntagsgig teilten, meinte es dann auch Petrus wieder besser, sodass nochmal richtig in die Woche hineingefeiert werden konnte.

Wer selbst dabei sein will bei einem der Autokonzerte hat noch Chancen auf Restkarten für „Jamaram“ am Samstag, 27. Juni, oder das Abschlusskonzert am Sonntag, 28. Juni, mit „Die kleine Egerländer Besetzung – Das Original“.

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Von Bianca Heigl

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