Für Rigi Rutsch´n: Peißenberger Gemeindewerke wollen mit dem Markt Fördergelder anzapfen 

Beschädigte Rutsche Rigi Rutsch´n Peißenberg
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Die bisherige Rutsch-Anlage der Rigi-Rutsch‘n musste im Sommer gesperrt werden.

Peißenberg – „Gesundheits- und Bäderpark Rigi-Rutsch´n 2.0“: Bislang ist es nur ein Arbeitstitel, aber er kündigt große Investitionen für den Peißenberger Bäderpark an. 

Die Gemeindewerke und der Markt wollen sich für das vom Bund im Zuge der Corona-Pandemie aufgelegte Konjunkturpaket „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bewerben. Das Ziel: Die „Rigi-Rutsch‘n, die 2020 ihr 40-jähriges Jubiläum feiert, soll modernisiert und noch attraktiver werden.

Wenn der Marktrat bei seiner morgigen Sitzung sein Plazet gibt, dann soll eine Investitionssumme von 4,6 Millionen Euro für das Bundesprogramm angemeldet werden. Bekommt man den Zuschlag, könnten 45 Prozent davon gefördert werden. „Wir wollen jetzt einfach mal die Hand heben“, erklärt Gemeindewerksleiterin Ingrid Haberl. Theoretisch könnte man sogar noch eine höhere Summe anmelden, „aber man muss die Leistungsfähigkeit der Gemeindewerke und des Marktes in Relation setzen“, erklärt die Chefin des Kommunalunternehmens (KU). Von den 55 Prozent, die bei einer Höchstförderung nicht von staatlichen Geldern abgedeckt werden, würden zehn Prozent die Gemeinde und den Rest das KU übernehmen. „Wir wollen uns die Perspektive schaffen, um das Bad langfristig zu erhalten“, betont Bürgermeister Frank Zellner (CSU): „Die Rigi-Rutsch‘n ist wichtig für den Ort und wichtig für die Bürger.“ Der Sanierungsstau solle behoben werden. Haberl konstatiert, dass man die Investitionen ohnehin in den nächsten Jahren hätte angehen müssen. Das Konjunkturpaket könne die Angelegenheit finanziell erleichtern. Und wenn man nicht zum Zug kommt? Dann, so Haberl, müsse man Abstriche machen. Zunächst aber wurden fünf Maßnahmen in den Blickpunkt gerückt. Wohl die höchste Priorität hat die Erneuerung der großen Rutsch-Anlage. Das Wahrzeichen der „Rigi-Rutsch‘n“ musste im Sommer gesperrt werden, nachdem sich Kunststoffteile aus der Rutsch-Rinne gelöst hatten. Auf dem Wunschzettel steht eine Edelstahlkonstruktion für rund 400 000 Euro.

Des Weiteren will man das Nichtschwimmer- und das aktuell stillgelegte Warmwasserbecken komplett mit Edelstahlwannen ausrüsten. Zudem sollen beide Becken mit mobilen Glaskonstruktionen eingehaust werden. Das soll einen ganzjährigen Betrieb ermöglichen. „Wir brauchen mehr Kapazitäten in der Wintersaison“, erklärt Haberl.

Das Innenbecken ist mit Saunanutzung, Reha-Patienten und Schwimmzeiten für Kinder, Senioren und Gesundheitsgruppen komplett ausgelastet. Ebenfalls auf der Maßnahmenliste steht die Sanierung der Beckenköpfe am großen Außen- und Sprungbecken. Auch die Badtechnik soll modernisiert werden. In puncto Barrierefreiheit soll aufgerüstet und im Außenbereich sollen entsprechende Sanitäranlagen platziert werden.

Von Bernhard Jepsen

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