212 e-Fahrzeuge rollen bei der größten e-MOBIL Rallye Deutschlands durch Weilheim

"Die Zukunft wartet nicht!"

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Werben für eRUDA und eMOBIL am Sonntag, 24. September: V.li. Marcus Reichenberg (Mobil ohne Fossil e.V.), Jutta Liebmann (Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus Stadt Weilheim), Erich Zimmermann (ÖkoMobil Pfaffenwinkel e.V.-Carsharing), Bürgermeister Markus Loth, Jaquelin Stöcklein und Werner Hillebrand-Hansen (beide eProjekt TNS), Andreas Wunder (Ordnungsamt) und Peter Müller (Stadtwerke).

Weilheim – Insgesamt 207 Kilometer fahren sie mit ihren elektrisch betriebenen Fahrzeugen rund um den Ammersee. Fast geräuschlos rollen sie über den Marienplatz, auf dem normalerweise keine Fahrzeuge erlaubt sind. Doch am Wahlsonntag, 24. September, wird eine Ausnahme gemacht, und zwar für die TeilnehmerInnen der eRUDA („elektrisch rund um den Ammersee“, Anm.d.Red.) und der eSternfahrten, die während ihrer Rallye auch einen Stopp in Weilheim einlegen.

Als Marcus Reichenberg von „Mobil ohne Fossil e. V.“ im Jahr 2013 zum ersten Mal den Kontakt zu eRUDA aufgenommen hat, hätte er selbst „nie gedacht, dass sie fünf Jahre hintereinander stattfindet“. Die größte eMOBIL Rallye Deutschlands feiert nämlich ihr erstes kleines Jubiläum ganz nach dem Motto „Die Zukunft wartet nicht!“

Die Idee des Veranstalters der eRUDA, Dipl.-Ing. Werner Hillebrand-Hansen, ist es, „der e-Mobilität eine Plattform zu geben und sie nach außen zu bringen“. Die TeilnehmerInnen der Rallye, welche zum Teil schon jahrzehntelange Erfahrungen mit dem Gebrauch von eFahrzeugen haben, leben das Motto des Projekts bereits.

Dass e-Mobilität deutschlandweit immer mehr Anklang findet, ist auch an den Zulassungszahlen der e-Fahrzeuge zu beobachten. Diese haben sich von 2016 auf 2017 von 20 000 auf knapp 50 000 Fahrzeuge mehr als verdoppelt. Allerdings könnte es nach Hillebrand-Hansen noch effizienter sein, wenn die Hersteller zügiger produzieren und schneller liefern könnten. Positiv beurteilt er die Nachbesserungen bei der Reichweite. So fahren nun manche Modelle bis zu 300 Kilometer weit, ohne dazwischen aufgeladen werden zu müssen. Und wenn das Fahrzeug dann doch einmal Strom braucht, wird an speziellen Ladesäulen getankt. Der Ausbau dieser Stationen ist dringend nötig. In Weilheim gibt es zwei öffentliche Ladestellen und weitere bei Autohäusern.

Dass das Thema eMobilität noch mehr gefördert und zugänglicher gemacht werden muss, zeigt das Beispiel von ÖkoMobil Pfaffenwinkel- Carsharing. Seit Mai dieses Jahres steht ein elektrisch betriebenes Testfahrzeug zum Verleih im Angebot. Der Erste Vorsitzende des Vereins, Erich Zimmermann, bedauert die fehlende Akzeptanz für das eAuto. Grund hierfür sei vor allem, dass der Wagen lediglich tagsüber ausgeliehen werden kann, nachts müsse er wieder zurück an die Ladestation. Dies sei den Nutzern zu kompliziert, stellte Zimmermann fest. Die Testphase für das e-Fahrzeug läuft noch bis November.

Programm

Am Samstag starten die ersten Elektroautos und Elektrozweiräder auf der eRUDA-Rallye in Fürstenfeldbruck. Weiter geht es dann um den Ammersee Richtung Landsberg zu einer eMobil-Ausstellung und anschließend kehrt ein Teil wieder zurück nach Fürstenfeldbruck. Die übrigen FahrerInnen der eRUDA Challenge nehmen eine zusätzliche Strecke über Garmisch-Partenkirchen und den Kochelsee.

Am Sonntag geht es um 9.15 Uhr weiter. Nächstes Ziel ist das eMOBIL-Event auf dem Weilheimer Marienplatz. Dort gibt es eine Ausstellung zum Thema Elektromobilität. Die Besucher können sich bei verschiedenen Ausstellern über neueste elektrisch betriebenen Zwei-und Vierräder aber auch über Ladetechniken informieren. Zudem werden innovative Produkte für den Heim- und Hausbereich vorgestellt.

Kostenlose Probefahrten

Wer ein eFahrzeug testen möchte, kann bei einer kostenlosen Probefahrt das besondere Fahrgefühl live erleben.

Zu den Ausstellern in Weilheim gehören neben den Stadtwerken, die mit zwei eFahrzeugen vertreten sind, auch M. Maier`s Automobile-KIA, Auto &Service PIA-VW, eCharge.work-Ladelösungen, ÖkoMobil Pfaffenwinkel e.V.-Carsharing und Biomichl. Die Gaststätten am Marienplatz haben geöffnet.

Um 10.30 Uhr trifft die eRUDA Rallye in der Innenstadt ein. Gegen 11.15 Uhr werden die e-Sternfahrt-TeilnehmerInnen der Energiewende Oberland, vom Tegernsee kommend, erwartet. Im Anschluss werden die eFahrzeuge ausgestellt. Hier besteht zudem die Möglichkeit, sich mit den Rallye Fahrern auszutauschen, die auch im Alltag e-Fahrzeuge nutzen. Die Begrüßungsrede hält zweiter Bürgermeister Horst Martin um 11.45 Uhr. Landratsvize Karl-Heinz Grehl gibt gegen 12 Uhr den Startschuss für die Weiterfahrt nach Starnberg.

Bürgermeister Markus Loth, Schirmherr der Veranstaltung, findet solche Aktionen wichtig, denn e-Fahrzeuge seien die „Fahrzeuge der Zukunft“. „Die Stadt soll Flagge zeigen“ und für eine nachhaltige Mobilität mit „Vorbildfunktion“ vorangehen, betonte Loth.

Von Maria Lindner

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