Größte eMobil Rallye Deutschlands macht Halt in Weilheim

Sauber in die Zukunft

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Die Zuschauer besichtigten die ausgestellten E-Fahrzeuge, Moderator Martin Hillebrand (vierter v. re.) befragte die FahrerInnen.

Weilheim – Mit wilden Trommelschlägen und belebenden Rhythmen wurden sie vergangenen Sonntag gegen 11 Uhr auf dem Marienplatz begrüßt: Die TeilnehmerInnen der größten eMobil Rallye Deutschlands„eRUDA“ mit ihren nahezu geräuschlosen E-Fahrzeugen.

Die eRUDA, schon zum fünften Mal in Weilheim, verzeichnete heuer einen Teilnehmerrekord mit über 200 E-Fahrzeugen. Sogar ein Fahrer aus Schweden war mit dabei. Der Stopp in Weilheim wurde vom Verein „Mobil ohne Fossil“ organisiert. Moderator der Veranstaltung, Martin Hillebrand, geht es vor allem darum, zu zeigen, was E-Mobilität bereits alles kann. „Sie kann viel viel mehr, als ihr zugetraut wird.“ Es gibt bereits Fahrzeuge, die bis zu 500 Kilometer ohne Zwischenladung zurücklegen können. Auch das Laden geht sehr schnell, so seien Fahrzeuge schon in 15 Minuten bis zu 80 Prozent vollgetankt. Wer sein E-Bike aufladen muss, kann dies an der neuen, kostenlosen Ladestation des Biomichls tun, welcher auch vor Ort war.

eRUDA in Weilheim

Kurz nach Ankunft der E-Fahrzeuge standen diese zur Besichtigung bereit. Von dreirädrigen Leichtfahrzeugen und Motorrädern bis hin zu Personen- und Sportwägen war die Vielfalt an alten und neuen E-Fahrzeugen groß. Groß war auch die Begeisterung und Motivation der TeilnehmerInnen. „Es macht einfach Spaß, zusammen zu fahren“, schmunzelte ein Fahrer eines Leichtfahrzeugs, welches er seit zehn Jahren benutzt. Ein Augsburger freute sich vor allem über die Gespräche, die er mit Interessierten führte: „Es ist eine tolle Veranstaltung, bei der alle Gleichgesinnten zusammenkommen“, sagte er. Ein Teilnehmer aus Herrnried, Martin Selch, war „schon zum dritten Mal dabei“ und will auch nächstes Jahr wieder kommen. Sein elektrisch betriebener BMW wird fast ausschließlich mit Sonnenenergie seines selbstgebauten Solarcarports angetrieben.

Gegen 11.15 Uhr trafen die FahrerInnen der e-Sternfahrt der Energiewende Oberland ein. Horst Martin, zweiter Bürgermeister aus Weilheim, war „froh, dass die eRUDA nun zum fünften Mal Stopp in Weilheim macht“. Auch die Stadt hat ein elektrisch betriebenes Dienstfahrzeug, einen E-Golf. Vizelandrat Karl-Heinz Grehl präsentierte das E-Auto des Landratsamts, welches aus Klimaschutzgründen seit Mai im Einsatz ist. Auch die Anschaffung eines zweiten E-Fahrzeugs ist schon in Planung.

Acht der rund 200 E-Mobile wurden von einer Jury nach verschiedenen Kriterien bezüglich ihrer Alltagstauglichkeit beurteilt. In Starnberg, der letzten Etappe der Rallye, wurde der Sieger gekürt. Um 12.30 Uhr rollten die letzten E-Fahrzeuge geräuschlos aus Weilheim – sauber in Richtung Zukunft. 

Von Maria Lindner

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