Lage ist ernst aber unter Kontrolle

Experten geben im Krankenhaus Weilheim Einblick in die Versorgung des 80-jährigen Corona-Patienten

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Vor dem Zimmer des 80-jährigen Corona-Patienten v. li.: Dr. Jordan Bogdanov, Leiter der Intensivmedizin; Prof. Dr. Andreas Knez, Ärztlicher Direktor; Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang, Chefarzt Allgemein- und Viszeralchirurgie und Anne Ertel, Pflegedirektorin.
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Bei einer Pressekonferenz haben die Ärzte, die sich um den 80-jährigen Corona-Patienten kümmern, Auskunft über dessen Behandlung gegeben.
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Bei einer Pressekonferenz haben die Ärzte, die sich um den 80-jährigen Corona-Patienten kümmern, Auskunft über dessen Behandlung gegeben.
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Bei einer Pressekonferenz haben die Ärzte, die sich um den 80-jährigen Corona-Patienten kümmern, Auskunft über dessen Behandlung gegeben.
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Dr. Stefan Günther erzählte als Leiter des Gesundheitsamtes, welche Aufgaben seine Behörde derzeit stemmen muss.
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Prof. Dr. Andreas Knez ist mit der Versorgung des 80-jährigen Patienten vertraut.
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Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang gibt den Fernsehteams ein Interview. Hinter ihm befindet sich der ehemalige Empfang. Dieser ist zu einer Isolierstation umgewandelt worden. Hierher werden die Verdachtsfälle zunächst gebracht.
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Nach der Isolationsstation kommen die Patienten in diesen speziellen Behandlungsraum.

Weilheim – Über den „Ernstfall Coronavirus“ informierten am Dienstag Experten aus Medizin und Pflege im Krankenhaus Weilheim. „Die Lage ist ernst. Aber noch sind wir entspannt und hoffen in den nächsten 14 Tagen auf einen milden Verlauf“, beschrieb der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Weilheim die aktuelle Situation.

Der kritische Zustand des 80-jährigen Corona-Patienten mit einer Lungenvorerkrankung, der seit 6. März in der Weilheimer Klinik intensivmedizinisch versorgt wird, hat sich laut Prof. Dr. Andreas Knez „klinisch etwas stabilisiert“. Alle Versuche, den Mann in eine Münchner Klinik zu verlegen, seien gescheitert. Mit dem Medikament „Kaletra“ wird versucht, die „Viruslast zu reduzieren“. Ein Intensivpfleger betreut den Patienten, der von engsten Angehörigen in Schutzausrüstung besucht werden kann, rund um die Uhr in einem völlig isolierten Raum.

Zwei weitere positiv getestete Corona-Patientinnen (Ehefrau des 80-Jährigen und Verwaltungsangestellte der Klinik) befinden sich in häuslicher Quarantäne. Ebenso zwölf negativ getestete Klinikmitarbeiter, die mit dem ersten Corona-Patienten in Kontakt waren. Aktuell gibt es noch einen Verdachtsfall in Schongau.

Medizinisch wie pflegerisch, wurde im Pressegespräch deutlich, stellt das Coronavirus Krankenhäuser, Gesundheitsamt und Ärzteschaft vor große Herausforderungen und ist nur in Teamarbeit zu schaffen. Das habe bisher bestens geklappt: „Jeder hat von Anfang an gewusst, was er zu tun hat“, stellte Hygienefachkraft Katja Greinwald fest. Ein allgemeiner Aufnahmestopp für Patienten wurde in den Kliniken Weilheim und Schongau nicht verhängt. Allerdings seien die Ressourcen für die Behandlung weiterer Corona-Fälle nicht gegeben. Ein Teil der Patienten hat laut Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhold Lang geplante Operationen im Krankenhaus abgesagt.

Bis sich das neuartige Virus manifestiert und ein Infizierter die typischen Symptome wie Fieber, Husten und Schüttelfrost spürt, dauert es bis zu fünf Tage. Die Ermittlungsarbeit und Testungen der Kontaktpersonen bringen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes erheblich in Stress, wie dessen Leiter Dr. Stefan Günther berichtete. Auch sei es nicht gelungen, Infektionsketten lückenlos aufzuklären. Am Montag sind auf der Hotline über 400 Anrufe eingegangen. Als wichtiges Ziel wurde in dem Gespräch, an das sich ein Klinikrundgang anschloss, genannt, die Ausbreitung des Coronavirus zu unterbrechen und verlangsamen. Das Gesundheitsamt hat aktuell über 100 häusliche Isolationen ausgesprochen.

Von Maria Hofstetter

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