427 000 Euro teuren Einsatzwagen für Pähler Feuerwehr gesegnet

Neues Flaggschiff-Fahrzeug

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Stolz strahlt Pähls Feuerwehrkommandant Manfred Hafenmayer (Mitte) nach der Segnung des neuen Einsatzfahrzeugs durch Pfarrer Richard Tyroller (re.). Bürgermeister Werner Grünbauer war der erste Gratulant.

Pähl – Ein Festtag für die ganze Gemeinde war die Segnung und offizielle Inbetriebnahme des neuen Prunkstücks im Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Pähl: Das „Hilfeleistungslöschfahrzeug 20“, kurz HLF 20, erhielt von Pfarrer Richard Tyroller den kirchlichen Segen, bevor Bürgermeister Werner Grünbauer den Schlüssel an den ersten Kommandanten und Vorstand Manfred Hafenmayer übergab.

Beim vorangegangenen Festgottesdienst in der überfüllten Kirche St. Laurentius stand die Nächstenliebe im Mittelpunkt von Tyrollers Predigt. Sie werde von den über 60 aktiven Feuerwehrmännern und -frauen in Pähl vorbildlich praktiziert bei ihrer ehrenamtlichen Aufgabe für das gesamte Gemeinwohl.

In Bayern sind über 320 000 Floriansjünger in 7 700 Freiwilligen Feuerwehren organisiert. Nicht viele davon können sich glücklich schätzen, so ein universelles HLF 20 wie Pähl zu besitzen. Der Mercedes Benz mit permanentem Allradantrieb und 286 PS kann eine Gruppenbesatzung von neun Personen aufnehmen. Eingesetzt wird er bei der Brandbekämpfung, Brandabsicherung und bei technischen Hilfeleistungen. Jeder Zentimeter in sieben Geräteräumen ist ausgenutzt und mit neuesten Gerätschaften ausgestattet. Das HLF 20 gehört zur Königsklasse der Einsatzfahrzeuge und hat neben den Gerätschaften einen Wassertank für 1 600 Liter mit starker Pumpe. Zu den Aufgaben der Feuerwehren zählt ja nicht nur die Brandbekämpfung, sondern vor allem die technische Hilfeleistung bei Autounfällen sowie bei Unfällen mit Gefahrstoffen oder Hochwasser, die inzwischen den weit überwiegenden Teil der Feuerwehreinsätze darstellen.

Der Pähler Gemeinderat hatte sich im April 2016 einstimmig für den Kauf des HLF 20 entschieden, nachdem das im Jahre 1986 in Dienst gestellte Fahrzeug LF 8 Schwachstellen, unter anderem bei der Bremsanlage, aufwies und die Ausstattung nicht mehr den aktuellen technischen Standards entsprach. Die Anschaffung des 427 000 Euro teuren Fahrzeugs war seit 2011 immer wieder verschoben worden, weil die Gemeinde kostenintensive Projekte wie Schulhauserweiterung, Sporthallen- und Kinderkrippenbau stemmen musste.

Ende gut, alles gut. Die Pähler haben jetzt ihr Flaggschiff-Fahrzeug und feierten dies ausgiebig im Pfarr- und Gemeindezentrum zusammen mit den Feuerwehren aus Fischen, Wielenbach, Unterhausen, Weilheim, Raisting, Etting und Polling. Sogar die Partnerfeuerwehr St. Daniel aus Dellach im österreichischen Kärnten hatte eine Abordnung zum Gratulieren geschickt. Zu den Klängen der Trachtenkapelle Pähl wurde bis weit nach Mitternacht gefachsimpelt und gefeiert. Trotz Sturmwarnung gab es gottlob keinen Einsatz mehr in dieser Nacht.

Von Dieter Roettig

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