Familienbüro stellt neue Wegweiser vor

Kompakt und informativ

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Präsentieren den neuen Familien- und Babywegweiser (v.li.): Andrea Jochner-Weiß, Landrätin; Johanna Martin, Koordination Frühe Hilfen und Johannes Lehner, Familienbeauftragter und Leiter des Familienbüros.

Landkreis – „Bin ich überhaupt bereit dazu, eine Familie zu gründen? Wie sieht es mit einer finanziellen Unterstütz- ung aus und wer hilft mir, wenn ich Schwierigkeiten habe?“ Diese und noch weitere Fragen stellen sich wohl viele, die eine Familie gründen möchten. Antworten und Unterstützung bietet das Familienbüro des Landkreises Weilheim-Schongau. Vergangene Woche wurde der neue Familien- und Babywegweiser vorgestellt.

„Weilheim-Schongau gehört zu den sieben geburtenreichsten Landkreisen in Bayern. Wir wachsen von alleine. Das ist doch eine tolle Aussage“, erklärte Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei der Präsentation der neuen Ratgeber. Allerdings sei es heutzutage nicht mehr so einfach wie früher, Hilfe und genügend Information rund um das Thema Kind und Familie zu bekommen. Deshalb sei es „toll“, dass das Familienbüro einen Wegweiser erstellt hat, welcher beispielsweise über finanzielle Unterstützung, wichtige Anlaufstellen oder Angebote und Leistungen informiert. Der Familienwegweiser geht bereits in die dritte, der Babywegweiser in die vierte Auflage mit insgesamt 3 000 Stück. Der erste Wegweiser wurde noch durch Werbung finanziert und war unspezifischer. Heute seien die Ausgaben alle „komplett selbst angefertigt“, auch das Bildmaterial stamme aus privaten Quellen, sagte der Leiter des Familienbüros Johannes Lehnert. Dadurch wirke der Ratgeber „nicht gestellt, er ist voller schöner Bilder und ansprechend“.

Erhältlich sind die Babywegweiser in den Gemeinden, in Schwangerschaftsberatungsstellen, Kinderarztpraxen, bei Hebammen und in Krippen. Der Familienwegweiser liegt in Gemeinden, Kitas, Grundschulen und Beratungsstellen auf. Laufend aktualisierte Ausgaben sind auch auf der Internetseite des Landratsamtes abrufbar.

Lehnert wies darauf hin, dass die Online-Ausgaben eine gute Ergänzung seien, farbiger Print aber – da „persönlicher“ – noch wichtiger ist.

„Wir bieten eine Unterstützungsleistung dafür, was junge Paare brauchen“, fügte Lehnert hinzu, „ ab Beginn der Schwangerschaft wird man bei uns beraten.“ Und das mit Erfolg, wie der Familienbeauftragte und Leiter des Familienbüros in dem Pressegespräch erklärte: „Der Wegweiser wird uns aus den Händen gerissen, egal, wo er verteilt wird.“

Neu in diesem Jahr ist die „Koki-Baby-Willkommens-Tasche“, die mit zahlreichem Informationsmaterial gefüllt ist und kostenlos im Familienbüro abgeholt werden kann. Obwohl die Beratungsstelle sehr gefragt sei, würde das Familienbüro versuchen, die Hemmschwelle weiter zu senken, so Lehnert. „Wir beraten, soweit es geht, selber“, sagte Johanna Martin von der Koordination Frühe Hilfen. Alles, was die Grenzen übersteigt, wird an die entsprechende Stelle weitervermittelt.

Trotz großer Nachfrage glaubt die Landrätin nicht, dass eine räumliche Vergrößerung den Zulauf verstärken würde. Jetzt sei es ein sehr „heimeliges Familienbüro“. „Man fühlt sich wohl, hier hat man das Gefühl, i bin wo dahoam“, stellte die Landrätin fest.

Von Maria Lindner

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