Faschings-Partystimmung in Weilheims Innenstadt

Kunterbunt und närrisch

Die Wild-Angels rocken den Marienplatz.

Weilheim – Kompakt, bunt, närrisch. So ließ sich der erste Weilheimer Innenstadtfasching unter dem neuen Vorstand am besten beschreiben. Hatte es noch am Vormittag manch sorgenvollen Blick in den trüben Himmel gegeben, glätteten sich die Mienen spätestens mit dem Einmarsch der Narrhalla und dem Gefolge.

Ab 14 Uhr herrschte dann Partystimmung pur auf dem Marienplatz und in der Schmiedstraße. Auch die Zurücknahme der Partymeile von den Toren stadteinwärts erwies sich als Treffer, der die Feiernden erfolgreich enger zusammenrücken ließ. Für die gute Stimmung hatten 14 Vereine – von der Narrhalla, dem Rotary-Club über den Familienverband, die Parteien bis hin zum TSV und THW – gut vorgesorgt. 

Fasching in Weilheim

Mit den ersten Auftritten der vereinten Weilheimer, Unterhausener und Pöckinger Garden (Minis, Fireflames, Firecats, Wild-Angels) nahm die sprichwörtliche Post rasant Fahrt auf. Die Tanzeinlagen folgten dicht an dicht und die kunterbunte Maschkera war voll dabei. Das zeigte sich nicht nur bei der Aufforderung der TSV-Tanzsportabteilung zum Mitmachen beim Walzertanz, sondern mindestens ebenso auf und vor der Nebenbühne in der Schmiedstraße. Dort begeisterten erst die Unterhausener Stammtischfrauen mit ihrem hinreißenden Can Can das Publikum und später setzten die Unterhausener Helfer im gelb-grünen brasilianischem Fußball- dress mit improvisierten Tanzeinlagen noch Glanzlichter obendrauf.

„Heute ist kein Tag zum Plärren“, hatte der Sprecher der ebenfalls auftretenden Peißenberger Schäffler nach vorausgegangener närrischer Kritik über den Stadtrat gemahnt, und das Publikum hatte keine Einwände.

Der neue Narrhalla-Vorsitzende Josef Wiedemann zeigte sich als „Einpeitscher“ unermüdlich und hielt mit seinen Kommentaren und Aufforderungen „Die Hände hoch“ oder „Wo ist Weilheim“ die als Schlümpfe, Hexen, Ordensschwestern und Scheichs verkleideten Narren bis zum Programmende ordentlich auf Trab. Danach gab es beim gemeinsamen Schluss-Auftritt reichlich Lob für alle Aktiven von Veranstaltungsreferentin Uta Orawetz, die den Neuanfang des Weilheimer Faschings als „ganz toll gelungen“ würdigte. Auch Wiedemann gab eine optimistische Prognose ab. „Wir werden das gemeinsam mit den Vereinen packen“, zog er Resümee.

Von Georg Müller

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