Faschingsgäste trotzen Minusgraden in Weilheim

Weilheimer haben Gaudi auf verkürzter Meile

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Weilheim – Hasen- und Entenkostüme mit Plüschpelz, wattierte, phantasievolle Kopf- bedeckungen und Heißgetränke waren die Renner auf der vierten Faschingsmeile in der Oberen Stadt.

Die Minusgrade machten der Maschkera arg zu schaffen und hielten wohl auch das Temperament der Gäste etwas im Zaum. Das Organisationskomitee hatte in kluger Voraussicht die „Meile“ um rund die Hälfte gekürzt, was der Veranstaltung zugute kam. Reduziert, aufgrund einer dicken Erkältung, war auch die Stimme von Silvia Dorf, die die beiden Narrhalla-Garden mit großem Engagement dem Publikum präsentierte. Überhaupt bildeten die Auftritte aller Garden auf der Bühne am Stadtbach das große Highlight des diesjährigen Faschings. Ob Fireflames, Firecats, Wild Angels oder die Pöckinger Garde mit Prinzenpaar, alle gaben leicht bekleidet ihr Bestes. Immer dann, wie sie mit neuen Tanzeinlagen aufwarteten, scharten sich die Kostümierten vor der Bühne zusammen. Sogar der ein oder andere Schlachtruf „Weilheim, go, go, go“ war zu hören. Lautstarken Applaus heimsten die Murnauer Schäffler bei ihren Tanzeinlagen in der Oberen Stadt ein. Ihre witzigen Redeeinlagen zeugten von guter Recherche über die Obere Stadt und die politische Szene der Kreisstadt. Närrischen Einsatz zeigte auch Weilheims Zweiter Bürgermeister Ingo Remesch, der in einen roten Mantel gekleidet sowohl die von der Interessengemeinschaft Obere Stadt initiierte Veranstaltung als auch die Gäste würdigte. „Das ist das Besondere am Oberstadtler Fasching, wenn er gefeiert wird, dann scheint die Sonne“, sagte er. Lob verdiente die Band „Thohuwabohu“, die der Kälte zum Trotz unermüdlich den Gästen einheizte. Ihr Verdienst waren die spontanen Tänzchen der großen und kleinen Maschkera vor und neben der Bühne. „Weilheimer Fasching, es gibt noch Hoffnung“, urteilte der harte Kern der anwesenden Narren. Trotzig aber positiv fiel denn auch das Resümee der Veranstalter aus. „Gut war`s. Wir sind überrascht, dass trotz der Minusgrade so viele Gäste mitfeierten. Wir sind zufrieden“, waren sich die Initiatorinnen Christine Sußbauer und Hannelore Seidl-Wenng einig.

Von Georg Müller 

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