Gebauer-Merx, Zeil und Sattelberger sprechen auf FDP-Neujahrsempfang

Bildungswege fördern

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Martin Zeil warb für die FDP-Politik auf Landesebene.

Weilheim – Mit „The Parliament“ als Zitherstück wurden am Sonntag beim FDP-Kreisverband die Besucher des Neujahrsempfangs im Oberbräu begrüßt. Und auch wenn die Reihen licht waren: Die Vorboten des Landtagswahlkampfes waren in den Reden deutlich zu spüren.

Kreisvorsitzender Klaus Breil hatte für diesen Anlass nicht nur den Landtagskandidaten Martin Zeil gewonnen, sondern auch Bundestagsabgeordneter Thomas Sattelberger sprach zu den Gästen.

Zunächst gab aber Stadträtin Saika Gebauer-Merx, die heuer für den Bezirkstag kandidiert, einen Abriss der Arbeit in der Kreisstadt im abgelaufenen Jahr. Hierbei stand die Weiterentwicklung der Stadt im Mittelpunkt, insbesondere die Ausweisung neuer Bauflächen und die Schaffung besserer Infrastruktur sowohl in puncto Digitalisierung als auch im Straßenbau.

Kämpferisch zeigte sich dann Landtagskandidat Martin Zeil, besonders bezüglich der seiner Ansicht nach mangelnden Visionen des designierten bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder. „Wir brauchen keine neuen Behörden“, war eine seiner Thesen, die er Söders Zehn-Punkte-Programm entgegenstellte. Wichtiger seien der Vollzug des geltenden Rechts und ein modernes Einwanderungsgesetz, wie es die FDP vorgelegt habe. Auch forderte Zeil den Erhalt einer wohnortnahen Gesundheitsversorgung. Es sei Aufgabe der Politik, den Kommunen dazu die Möglichkeit zu geben, um die Gleichwertigkeit der Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Stadt und auf dem Land gewährleisten zu können.

„Weil wir für eine aufrichtige Politik stehen, war es richtig, dass wir bei den Jamaika-Sondierungen die Reißleine gezogen haben“, rechtfertigte dann Thomas Sattelberger, seit Herbst Mitglied des Bundestages, das von Christian Lindner besiegelte Ende dieser Koalitionsvariante auf Bundesebene. Der frühere Manager stellte auch klar, dass sich die FDP als „guter Anwalt“ und „kluger Denker“ in der Bildungspolitik sieht. Deshalb sei insbesondere die Digitalisierung in Schulen, aber auch die Förderung der verschiedenen Bildungswege wichtig, sei es die allgemeinbildende, berufliche, duale oder die Fort- und Weiterbildung. Auch er plädierte für ein Einwanderungsgesetz, das Kriegsflüchtlingen temporären Schutz gewährt, Wirtschaftsflüchtlinge in ihre Heimat zurückschickt und diejenigen, die „wir wollen“, nach einem Punkteprogramm nach kanadischem Vorbild auswählt.

Schließlich ergriff noch Bezirksvorstandsmitglied Sven Gossel das Wort, der die Union der Liberalen und Demokraten für Europa vorstellte und hierbei einen Schwerpunkt auf die Energiepolitik setzte.

Ein kurzes Grußwort gab’s auch noch von Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die mit einem (nur geschminkten) Veilchen vom Krebsaktionstag in Schongau kam. Zur wohnortnahen Gesundheitsversorgung hatte sie dann folgende Information: „Wenn wir genügend Fachkräfte an unser Haus binden können, hoffen wir auf die Wiedereröffnung der Geburtshilfe in Weilheim.“

Von Bianca R. Heigl

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