»Radikales Abmähen«

FDP Politiker schreibt Offenen Brief an das Staatliche Bauamt Weilheim

Symbolfoto: Wiese mit Blumen.
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Der FDP Politiker Klaus Breil hat einen Offenen Brief an das Staatliche Bauamt Weilheim geschrieben.

Weilheim/Region – „Die anhaltende Zerstörung von Lebensräumen, unter anderem für Insekten, und der massive Verlust an Biodiversität veranlasst mich, Ihnen zu schreiben.“ So beginnt der Offene Brief des Vorsitzenden des FDP Kreisverbandes Klaus Breil an den Leitenden Baudirektor Stefan Scheckinger des Staatlichen Bauamts Weilheim.

„Trotz einer umfassenden Gesetzgebung und dem Erlass von Verordnungen im Freistaat Bayern sowie sogar eines Beschlusses des Kreistages von Weilheim-Schongau im Dezember 2019, musste ich an den Staatsstraßen in unserer Region im Mai und folgenden Monaten 2020 feststellen, dass schwere LKW des Straßenbauamts Weilheim mit speziellen Maschinen ausgerüstet, das Gras neben den Straßenbanketten sowie auf den Flächen daneben, oftmals bis tief in die Natur, radikal abgemäht hatten.“ Gesetzgebung, Verordnungen und Gremienbeschlüsse würden jedoch fordern, „dass die Flächen auch im Randbereich von Straßen und Wegen zum Schutz von Insekten geschont werden sollen, da diese schutzwürdig und lebensnotwendig für unser aller Leben und Wohlbefinden sind“. Aus vielen Gesprächen mit BürgerInnen erfahre der FDP Politiker derzeit, dass dies ein allgemeines Anliegen sei.

„Selbstverständlich ist es richtig und notwendig, dass auf den üblicherweise schmalen Intensivflächen neben den Straßenbanketten gemäht werden muss, um Verkehrsschilder, -zeichen sowie manchmal auch Einsichtsschneisen nicht zu verdecken.“ Dort könne man das selten höhere Gras aber auch durchaus individuell beseitigen, meint Breil.

„Interessant ist, dass man auf Fachebene zuständiger Dienststellen sehr großes Verständnis für die Anliegen der BürgerInnen findet und dass das radikale Abmähen von Flächen des Straßenbegleitgrüns nichts mit Verkehrssicherheit zu tun hat“, schreibt der Politiker weiter. „So möchte ich an Sie und alle Verantwortlichen für solche radikale Abmähmaßnahmen appellieren, in diesem Frühjahr und Sommer sehr große Rücksicht auf den einvernehmlichen Willen von BürgerInnen und deren politische Vertretungen in Bezug auf die Belange der Natur zu nehmen.“ Zudem bittet Breil um Informationen, wie das Amt weiter vorgehen möchte.

Von Kreisbote

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