Führung durch den Feengarten

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In ihren Feenbaum-Garten lädt Claudia Lübbert am 8. August ein.

Weilheim – Seine zahlreichen Kräuter- und Pflanzenschätze will der Feenbaum-Garten interessierten Weilheimern bei einem Tag der offenen Tür präsentieren. Der gemeinnützige Trägerverein lädt am Samstag, 8. August, von 18 bis 20 Uhr, zu einer entspannenden Auszeit vom Alltag ein.

Auf der Terrasse und im Haus am Prälatenweg 11 können die Besucher Blütengebäck aus der eigenen Küche kosten; auch Blütentees und ein besonderes Wasser warten auf die Gäste. „Dieser Ort soll Menschen helfen, in unserer hektischen, problembeladenen Zeit wieder zu Ruhe und innerem Frieden zu finden“, sagt Vereinsvorsitzende Claudia Lübbert. In jahrelanger Arbeit hat sie auf rund 350 Quadratmetern ein kleines Kunstwerk mit einer Sumpfeiche im Mittelpunkt angelegt. Alant, Blutpflaume, Krötenlilie, Kugeldistel, Puschkinie, Storchenschnabel und unzählige weitere Pflanzen bieten fast das ganze Jahr über ein farbenprächtiges Bild.

Eine Besonderheit ist laut Lübbert, dass die einzelnen Bereiche nach Themen des menschlichen Lebens angelegt sind wie Liebe, Aktion, Entscheidung oder Frieden. „Dafür bilden manchmal Pflanzen eine Gemeinschaft, die aus gärtnerischer Sicht sonst nicht zusammenstehen würde“, sagt die Betriebswirtschaftlerin mit Studienschwerpunkt Umwelt-Management. „Ursprünglich war es mal mein Traum, einen Nationalpark zu leiten.“ Heute liegt ihr am Herzen, Wege zu finden, um mit der Natur glücklich und gesund das eigene Potenzial zu leben.

Schon in jungen Jahren habe sie einen „grünen Daumen“ und ein gutes Gespür für die enge Verbindung zwischen Menschen und Pflanzen gehabt. Daraus erwuchs ihr Interesse für alternativ-therapeutische sowie energetische Heilweisen, wie man sie zum Beispiel von Bachblüten oder Schüsslersalzen kennt. „Ich versuche, offen und unvoreingenommen an die Dinge heranzugehen.“ Deshalb halte sie auch eine Kommunikation mit Pflanzen für denkbar.

Deren subtile Wirkungen zu erkunden sei eine Aufgabe des Vereins, eine weitere, den Leuten im Stadttrubel einen Ort zur inneren Einkehr anzubieten. Weil Lübbert Märchen liebt, hat sie den mystischen Namen Feenbaum-Garten gewählt. Nicht nur die Besucher sollen sich am Prälatenweg wohlfühlen, es tummeln sich hier auch Igel, Vögel sowie unzählige andere Tiere, für die es geschützte Bereiche gibt. Eine Plakette als zertifizierter Naturgarten gab es unter anderem für die ökologische Vielfalt und den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, weitere Kriterien waren das Zulassen von Wildkraut sowie Nahrungspflanzen für Insekten.

Um ihr ganzheitliches Konzept eines heilsamen Energiegartens einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln, hat Lübbert ihren eigenen Verlag gegründet und ein Pflanzen-Kartenset veröffentlicht. Ein Buch mit dem Arbeitstitel „Meditieren mit Pflanzen“ ist in Vorbereitung.

Von Peter Stöbich

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