"Es fehlen attraktive Gewerbeflächen!"

In Weilheim mangelt es an attraktiven Gewerbegebieten. Diese Erfahrung machte die Standortförderung Weilheim. Das war, neben Neuwahlen, ein großes Thema der Mitgliedsversammlung am 13. Oktober in der Waldwirtschaft Gögerl.

27 Anfragen für Gewerbeflächen hat Weilheims Standortförderer Stefan Frenzl im vergangenen Jahr erhalten. Allen Interessenten konnte er keine passenden Grundstücke anbieten. „Es fehlen in Weilheim attraktive Gewerbeflächen“, sagte er. Auch heuer musste Frenzl vielen Firmen eine Absage erteilen. Die größte Anfrage kam aus der Nahrungsmittelbranche: Zirka 20000 Quadratmeter wollte ein Unternehmen haben. Die kleinste Anfrage stammt von einem Maschinenbauer für 500 Quadratmeter. „Pro Anfrage wären das fünf bis 30 Arbeitsstellen für Weilheim gewesen“, ergänzte Frenzl. Passende Gewerbeflächen zu schaffen, sieht Florian Lipp, Vorsitzender der 94 Mitglieder fassenden Standortförderung, als „Grundvoraussetzung, damit unsere Kinder in der Zukunft nicht wegziehen müssen, weil es vor Ort keine Arbeitsplätze gibt“. Auf eine Lösung des Problems hofft der Verein mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes im Weilheimer Stadtrat. Im Jahr 2008 verzeichnete der Verein fünf Ab- und ebenfalls fünf Zugänge. Das bereitet Dr. Fritz Neidhart Sorgen: „Wenn wir nicht aufpassen, treten immer mehr Leute aus dem Verein aus.“ Man dürfe nicht davon ausgehen, dass die Einnahmen weiter so sprudeln würden wie bisher. Deswegen sei die Aquise neuer Mitglieder sehr wichtig. Die Einnahmen beliefen sich im Jahr 2008 auf 67897 Euro und stehen Ausgaben von 69181 Euro gegenüber. „Wir haben ein relativ gutes Polster“, sagte Kassier Thomas Orbig. Durch das Minus von 1284 Euro betrug es zum 31. Dezember 2008 knapp 80539 Euro. Nach Lipps Vorschlag, auf die Wahl von Stellvertretern zu verzichten – lediglich Ingo Remesch, zweiter Bürgermeister, sprach sich für deren Wahl aus –, äußerte Dr. Norbert Vidal Bedenken: „Das kann brenzlig werden. Es ist nicht gemäß unserer Satzung.“ Nach kurzer Diskussion wählten die Anwesenden die Stellvertreter für jede der sieben Mitgliedsgruppen (Kreditinstitute, Industrie, Handwerk, großflächiger Einzelhandel Peripherie, Dienstleistungen und Sonstige). „Jetzt ist das Risiko deutlich geringer“, sagte Vidal. Denn für manche Gruppen waren keine Kandidaten anwesend. „Dann wählen wir auch keinen. Das Risiko gehe ich ein“, entschied schließlich Vorsitzender Lipp. Für das kommende Jahr nannte Frenzl einige Ziele des Vereines: unter anderem Begleitung des fünften Bauabschnittes in der Weilheimer Innenstadt (Ledererstraße), ein Beachvolleyballturnier auf dem Marienplatz, Einführung der neuen Stadtmarke „Weilheim zieht an“ und dem dazugehörigen Logo. „Wenn sie Ideen haben, in welche Richtung wir uns bewegen sollen, dann wenden sie sich an uns“, bat Lipp die Mitglieder um Feedback.

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