Was fehlte, war nur das Meer…

Eine Woche lang stimmte sich die Kreisstadt mit Plakaten, Filmen, Ausstellungen und persönlichen Erinnerungen auf das sonnige Nachbarland Italien ein. Höhepunkt war die dritte Italienische Woche auf dem Kirchplatz. Erstmals waren alle Regionen auf der in grün, weiß, rot geschmückten Piazza vertreten. Den Gästen gefiel es super. Bei so viel italienischen Flair vermisste mancher Besucher nur noch das Meer.

Drei schöne Tage lang hatte sich die „Kirchplatz-Piazza“ zum klaren Mittelpunkt der Stadt gemausert, und drei Tage wehte der Festduft „Aria di Festa“ durch die Gassen. „Man muss die Feste feiern, wie sie fallen“, sagte Schirmherr Bürgermeister Markus Loth bei der Eröffnung am vergangenen Freitag und lobte dabei das ehrenamtliche Engagement der Veranstalter, des Vereins „Vita e Cultura Italiana“. Lob für die Veranstaltung gab es danach noch mehrmals aus berufenem Munde: Vizekonsul Rocco Stella überbrachte die Grüße des Generalkonsuls aus München. Er würdigte das Miteinander der Kulturen in Weilheim als vorbildlich und sprach seinen Landsleuten Anerkennung aus. Zwar hatte der erste Tag mit Regenschauern und Windböen einige unfreundliche Überraschungen im Gepäck, aber davon ließ sich keiner der Piazza-Besucher die Laune verderben. Der Duft nach Käse, Schinken, Pizza und Cappuccino lag bereits zur Mittagszeit in der Luft und lockte erste Besucher an. Abends füllte sich der Platz im Minutentakt. Begehrt waren besonders die Plätze unter den Sonnenschirmen, die zu Regenschirmen avancierten. Stimmungsgarant am Freitag war das Trio „Solemio“, diesmal seriös im Frack. Mit beliebten italienischen Evergreens und viel Volksnähe ließen die Musikanten das unfreundliche Wetter schnell vergessen. Der Samstag brachte endlich das erhoffte stabilere Wetter, die vermisste Sonne und einen erheblichen Zuwachs an fröhlich gestimmten Bürgern. Sänger Valerio Zamboni hatte es leicht bei seinem Einstand. Mit seinen Schmusesongs a lá Ramazotti eroberte er binnen weniger Minuten die Herzen der anwesenden Damen. Spätestens nach dem dritten Lied wippten die Füße und klatschen zahlreiche Hände im Takt. Schließlich sangen alle „Marina, Marina, Marina…“ Kein Wunder, dass Sänger Zamboni bei so viel Charme einen – nicht ganz ernst gemeinten – Heiratsantrag eines weiblichen Fans erhielt. Der Sonntag lockte schließlich mit viel mehr Sonne, Wein und der Alex-Band. Gefeiert wurde bis spät in die Nacht. „Es gefällt uns super. Das Einzige was fehlt, ist das Meer“, schwärmte eine Gästegruppe aus Unterhausen. Freude über das gelungene Fest, äußerten auch die Gastronomen und Veranstalter. „Nicht nur die Aussteller sind sehr zufrieden. Wir sind es auch. Vor allem weil auch die kulturelle Seite so gut angenommen wurde. Auch 2010 wird es mit der Italienischen Woche weitergehen“, zog Anna Anzile, die Vorsitzende des Vereins Vita e Cultura Italiana, Bilanz.

Meistgelesen

Weilheimer Gesundheitstag
Weilheimer Gesundheitstag
Fällaktion in Murnau
Fällaktion in Murnau
Alles auf einen Blick
Alles auf einen Blick
Musikalisch durch die KultUHRnacht
Musikalisch durch die KultUHRnacht

Kommentare