Ein Fest internationaler Freundschaft – "Ideale Gelegenheit, Berührungsängste abzubauen", Imam verkündet Friedensbotschaft

Das Internationale Freundschaftsfest in Weilheim setzte ein Zeichen für Toleranz im Umgang miteinander und kam bei den Besuchern bestens an. Foto: Jazbec

Kurz nach 10 Uhr trommelte Bill Saragosa am vergangenen Samstag alle Bürger auf dem Marienplatz zusammen, um das Internationale Freundschaftsfest mit einem Rhythmuskreis zu eröffnen. Jeder nahm sich ein Instrument und trommelte mit. Auch Bürgermeister Markus Loth und Stadtrat Klaus Gast versuchten sich an den Instrumenten.

Das Internationale Freundschaftsfest wurde vom „Runden Tisch“ organisiert. Viele internationale Weilheimer tummelten sich in ihren Trachten auf dem Marienplatz, rund um die Mariensäule wurden kleine Stände aufgebaut. Die Besucher wurden mit süßen und salzigen Leckereien aus Lateinamerika, Griechenland, Polen, der Türkei, aus Afrika und Russland verwöhnt. Türkische Frauen kneteten in einem kleinen Nebenzelt frische Teigwaren und rollten sie mit einer „Oklagia“ aus. Eine Friedensbotschaft auf Arabisch verkündete Weilheims Imam Sehmus Uslu. Übersetzt wurde sie von Attila Güven. Bürgermeister Loth sieht dieses Fest als Chance zum gemeinsamen Dialog: „Das Miteinander ergibt sich nicht von selbst, beide Seiten sind gefordert. Heute ist eine ideale Gelegenheit, Berührungsängste abzubauen“, sagte er. Loth unterzeichnete den Beitritt zum Familienbündnis. Die Stadt macht sich zur Aufgabe, „die Lebensbedingungen von Kindern, Jugendlichen, Familien und älteren Menschen positiv zu gestalten“. Das vielfältige Programm begeisterte die Besucher: Für Kinder gab es ein Märchenzelt, eine Torwand bei der IG Metall, Spiele bei den Zelten des „Bündnisses für Familien“ sowie des Mehrgenerationenhauses. Marion Degenhardt führte mit ihrer Tanzklasse Folkloretänze aus Serbien und Bulgarien auf, animierte die Gäste zum Mitmachen. Michael Akpaglo aus Ghana spielte Musik aus seiner Heimat, seine kleine Tochter Miriam unterstützte ihn dabei. Durch die Sitar-Klänge von Rainer Heidorn fühlten sich viele nicht nur wegen des sehr heißen Tages wie in Indien. Die Showtanzgruppe „Wild Angels“ brachte die Bühne zum Beben. Tanzlehrerin Aurora, die nicht nur wunderbar singen kann, tanzte mit ihren Mädls einen Tanz aus Sevilla. Spanische Kleider durften da nicht fehlen. Die Jugendstadtkapelle sowie Bernhard und Sebastian Hofmann sorgten für die musikalische Unterhaltung. Die Organisatoren Petra Arneth-Mangano und Alfred Honisch waren mit dem Tag sehr zufrieden.

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