»Vielfalt statt Einfalt«

Fest der Kulturen am Peißenberger Tiefstollen erfährt tolle Resonanz

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Die German-African-Connection begeisterte das Publikum.

Peißenberg – Mit dieser Resonanz haben selbst die Organisatoren nicht gerechnet: Das von Peißenberger Vereinen, Hilfsorganisationen, Kirchen und der türkisch-islamischen Gemeinde gemeinschaftlich veranstaltete „Fest der Kulturen“ zog am vergangenen Sonntagnachmittag mehrere hundert Besucher an den Tiefstollen. Schon nach zwei Stunden waren die vorbereiten Speisen (von bayerischen Spezialitäten über afghanische und syrische Gerichte bis hin zu türkischen Blätterteigköstlichkeiten) ausverkauft. Die Völkerverständigung ging eben auch durch den Magen.

Ziel des Festes war es, Barrieren zwischen den unterschiedlichen Kulturen abzubauen. „Vielfalt statt Einfalt“, wie es Gemeinderat Matthias Reichhart (Bürgervereinigung), formulierte, war angesagt. In Peißenberg leben derzeit 82 Nationalitäten – „und das ist auch gut so“, wie Bürgermeisterin Manuela Vanni in ihrem Grußwort konstatierte: „Denn das Zusammenleben wird dadurch spannender.“ Wie Moderator Hans Socher betonte, sollte mit der Veranstaltung kein politisches Statement transportiert werden. Der Termin eine Woche vor der Landtagswahl sei rein zufällig zustande gekommen: „Wir wollen einfach nur ein Fest feiern“, erklärte der ehemalige Mittelschulrektor.

Etwas mehr als zehn Nationalitäten beteiligten sich am Programm. Den Auftakt machten die Clowns ohne Grenzen gefolgt von den Linedancern. Der Peißenberger Volkschor lud in die Museumshalle zum Gemeinschaftschor ein und am Vorplatz sorgten die Knappentänzer für einheimisches Flair. Großen Applaus bekamen auch die Auftritte der German-Afrika-Connection und die Tanzvorführungen der Sternchengarde und der türkisch-islamischen Gemeinde. Zudem konnten die Besucher beim Nationalitätenquiz ihre Geographiekenntnisse unter Beweis stellen oder sich am Stand des Asyl-Unterstützerkreises beim „Weltspiel“ einem „Faktencheck“ unterziehen. Bei der katholischen Pfarreiengemeinschaft wurde schließlich an einem großen, bunten Symbolteppich gewebt.

Die Planungen für das „Fest der Kulturen“ wurden bereits vor einem Dreivierteljahr begonnen. Die verwaltungstechnische Federführung hatte Alexander Rossner übernommen. Gut möglich, dass das „Fest der Kulturen“ noch weitere Auflagen erfährt. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass das Fest so gut wird“, freute sich Harun Gök, der Vertreter der türkisch-islamischen Gemeinde und des türkischen Elternvereins: „Das Fest müssen wir unbedingt weitermachen. Es könnte auch ein Beispiel für andere Orte sein.“ 

Von Bernhard Jepsen 

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