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Großes Fest zur Einweihung des sanierten Sanitärgebäudes auf Lindenbichl

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Von: Bianca Heigl

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Einweihungsfest auf Libi Lindenbichl
Richtige Partystimmung auf Libi herrschte bei den musikalischen Beitragen der verschiedenen Bands. © Heigl

Landkreis/Uffing – Der Zeitplan war denkbar eng, aber es ist geschafft: Lindenbichl, die Staffelsee-Halbinsel, auf der Jahr für Jahr rund 3 000 Kinder im Alter von neun bis 13 Jahren eine unbeschwerte Ferienzeit im Rahmen der evangelischen Dekanatsjugendarbeit verbringen können, hat ein rundum saniertes Sanitärgebäude. Gleich nach Ende der letztjährigen Belegungen hatte man mit dem Abbruch begonnen und unmittelbar nach der Winterpause starteten die umfangreichen Bauarbeiten, die rund 400 000 Euro kosteten. Dessen Einweihung wurde kürzlich mit einem großen Fest gefeiert.

Schon am Bootsanleger in Seehausen, von wo aus hunderte Gäste auf die Insel gebracht wurden, bekam man einen Vorgeschmack auf das, was einen erwartet. Ein Flyer mit dem Titel „U-Bahnnetz Lindenbichl“ gab einen Überblick über die Insel und alle dort geplanten Aktionen. Denn entlang der Lager- und Olympialinie sowie den Routen „Küstenküssen“ und „Fun Express“ reihten sich die verschiedenen Attraktionen wie Perlen an einer Schnur.

Der Tag startete – wie sollte es anders sein – mit einem Gottesdienst. Aber auch der war irgendwie ganz anders. Dekan Jörg Hammerbacher, Dekanatsjugendpfarrerin Julia Steller, Diakonin Ruth Grünwald und Diakon Manuel Radlhamer zelebrierten einen fröhlichen Gottesdienst, der auch mit biblischen Anspielungen auf das stille Örtchen nicht sparte. Und so wurden denn die Bibelstellen auch von der Toilettenpapierrolle verlesen. Ebenso stilecht die eigentliche Einweihung des Sanitärgebäudes: Ruth Grünwald durchschnitt das ausgerollte Toilettenpapier und übergab das sanierte Gebäude, das nun auch eine barrierefreie Toilette und Dusche bietet und mit Solarenergie versorgt wird, damit seiner Bestimmung.

Auf der Insel, die gleichzeitig auch mehrere Zeltlager beherbergte, war ein abwechslungsreiches Programm geboten. Ob Hüpfburg, Kastenklettern oder Schnitzeljagd, Basteln, Kinderschminken oder Siebdruck – für jeden Geschmack und jedes Alter gab es das Passende. Auch beim Roundertraining konnte man eine Proberunde drehen, sich im überdimensional großen Polaroidrahmen ablichten lassen oder an einer Inselführung teilnehmen. Und natürlich Baden, das durfte am Staffelsee nicht fehlen. Für das leibliche Wohl sorgte den ganzen Tag über das Küchenteam der Insel – allesamt ehrenamtliche Jugendleiter, die dieses großartige Programm organisiert hatten und durchführten. Und auch die Musik kam nicht zu kurz: Donne di Paterre, Via Bombay, Was Mustache Muss und die Besserwisser Blues Band heizten den Gästen ordentlich ein, bevor dann John Garner den fulminanten Schlusspunkt setzte. Lange nach Einbruch der Dunkelheit verließ die letzte Fähre Lindenbichl, den „besten Ort der Erde“ gefüllt mit glücklichen Menschen, die wenigstens für einen Tag den Spirit dieser Institution fühlen konnten.

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