Philipp Reichhart wurde zum neuen Kommandanten der Peißenberger Floriansjünger gewählt

Feuerwehr mit neuer Führung

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Die Führungsspitze der Peißenberger Feuerwehr: Sitzend v.li. Stefan Seebauer, Philipp Reichhart und Andreas Bock. Stehend v.li. Michael Bauer (Schriftführer), Robert Pickert (als Vorsitzender neu gewählt), Georg Kreutterer (zweiter Vorsitzender) und Manuel Mitlmeier (Kassier).

Peißenberg – Die Freiwillige Feuerwehr Peißenberg hat eine neue Führungsspitze: Zum neuen Kommandanten wurde Philipp Reichhart gewählt. Der 37-Jährige war bislang als Vorsitzender des Feuerwehrvereins tätig. Der Posten wurde bei der jüngsten Feuerwehr- Jahresversammlung Robert Pickert übertragen.

Die Kommandantenwahl fand aus triftigem Grund außertourlich statt. Im vergangenen Jahr hatte es bei der Peißenberger Feuerwehr nämlich ordentlich geknirscht. Nach internen Querelen trat daraufhin im Oktober Michael Schleich als Kommandant zurück. Auch zwei Zugführer quittierten ihren Dienst. Schleich, der knapp neun Jahre im Amt war, sprach bei seinem Rücktritt von „eingefahrenen Strukturen“, aber auch von privaten Gründen, die ihn zum vorzeitigen Rücktritt veranlasst hätten.

Bei der Jahresversammlung war Schleich nicht anwesend. Vize-Rathauschefin Sandra Rößle bedankte sich bei ihm aber für die „gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit“. Schleich soll für sein Engagement bald die silberne Ehrenmedaille der Marktgemeinde verliehen werden.

Reichharts Wahl zum neuen Kommandanten war nur eine Formsache. Die Personalie wurde im Vorfeld bereits festgezurrt. Reichhart war schon länger als Nachfolger von Schleich im Gespräch. Unabhängig von den internen Querelen hätte letzterer spätestens mit dem regulären Ende seiner Wahlperiode 2022 als Kommandant aufgehört. Bei der Abstimmung erhielt Reichhart, der zwei Töchter hat und das Kundencenter der Gemeindewerke leitet, 62 von 76 Stimmen. 13 waren ungültig, eine Stimme entfiel auf Werner Aufinger, der allerdings nicht offiziell als Kandidat auftrat. Zu Reichharts Stellvertreter wurde Stefan Seebauer gewählt, der das Kommandantenamt nach Schleichs Abgang kommissarisch bekleidet hatte. Als einzige Feuerwehr im Landkreis leisten sich die Peißenberger Floriansjünger mit Andreas Bock künftig einen dritten Kommandanten.

„Es ist der Marktgemeinde sehr wichtig, gute Voraussetzungen für die Feuerwehr zu schaffen“, rechtfertigte Rößle die vom Gemeinderat bereits abgesegnete Personalaufstockung: „Die Feuerwehr ist ein unverzichtbarer Teil unseres Rettungswesens.“ Inzwischen, so Rößle weiter, habe die Feuerwehr der Gemeinde auch einen Zehnjahresplan bezüglich der technischen und baulichen Ausstattung vorgelegt: „Man muss so ehrlich sein: Nicht alle Inhalte werden wir finanziell umsetzen können“, relativierte Rößle: „Aber wir werden nach sinnvollen Lösungen suchen.“

Dem Vernehmen nach soll die Feuerwehr wohl mit einem komplett neuen Betriebsgebäude liebäugeln. „Wir haben den Ist-Zustand durchleuchtet und einen Wunschzustand vorgestellt. Jetzt müssen wir schauen, was umsetzbar ist“, hielt sich Reichhart allerdings in der Versammlung mit Forderungen zurück. 

Von Bernhard Jepsen

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