Flächendeckend digital – Bayernweiter Digitalfunk soll für mehr Sicherheit sorgen

Die Einführung des Digitalfunks in Bayern soll vor allem der Polizei und weiteren Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben die Arbeit erleichtern. Bei Einsätzen ist eine sicher funktionierende, direkte Kommunikation der Einsatzkräfte notwendig.

Bei einem Gespräch im Landratsamt informierten Innenstaatssekretär Gerhard Eck (CSU) und Projektleiter Wolfgang Krüger über den flächendeckenden Ausbau des Digitalfunknetzes in Bayern. Im Landkreis Weilheim-Schongau müssen dazu sieben Standorte geschaffen werden, wobei sechs Antennen an bereits bestehenden Sendeanlagen montiert werden können. Das Projekt DigiNet ist im Bayerischen Staatsministerium des Innern angesiedelt. Die strategische Verantwortung für das Projekt liegt bei einem Lenkungsausschuss unter der Leitung des Innenstaatssekretärs. In der Projektgruppe DigiNet sind Angehörige unterschiedlicher so genannter Blaulichtorganisationen (Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Sicherheitsbehörden), kurz „BOS“, vertreten. Mit der technischen Beratung auf Fachebene und dem Projektcontrolling sind privatwirtschaftliche Unternehmen beauftragt worden. Bis zum Jahr 2012 soll das Netz in Bayern flächendeckend ausgebaut sein, so das Ziel der Staatsregierung. Wenn dies geschafft ist, soll das bayerische Netz zusammen mit denen anderer Bundesländer in ein bundesweites integriert werden. Das große Fernziel ist es, Schritt für Schritt ein europaweites Digitalfunknetz aufzubauen. „Derzeit gibt es etwa 3500 analoge Antennen in Bayern. Wenn alles auf Digitalfunk umgestellt ist werden es nur noch knapp 1000 sein, da diese weitaus leistungsstärker sind und einen größeren Bereich abdecken können“, prognostizierte Eck. Im Landratsamt wurden bei einer Regionalkonferenz Bürgermeister, Landrat Dr. Friedrich Zeller und Mitarbeiter am Landratsamt, sowie die Vertreter der BOS im Landkreis durch den Staatssekretär und Vertreter der Projektgruppe DigiNet über die Einführung des Digitalfunks informiert. „Die Bürgermeister und Gemeinderäte müssen darüber Bescheid wissen, was in ihren Gemeinden passiert, denn das Installieren von Sendemasten sorgt immer wieder für Diskussionsstoff “, wie der Staatssekretär mitteilte. Er habe in den vergangenen Monaten häufig Klagen darüber gehört, dass die bisherige Geheimhaltung des Projektes einer bürgernahen Verwaltung im Wege steht. Zeller steht voll hinter dem Projekt: „Sicherheit wünscht sich jeder Bürger. Der Digitalfunk trägt viel dazu bei.“

Auch interessant

Meistgelesen

31-Jähriger niedergestochen: Täter auf der Flucht
31-Jähriger niedergestochen: Täter auf der Flucht
Oberstadtlerfest in Bildern
Oberstadtlerfest in Bildern
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
"Der Tiger" ist wieder zu Hause
"Der Tiger" ist wieder zu Hause

Kommentare