15 000 Euro für den guten Zweck

Fördermittel der Jubiläumsstiftung der Vereinigten Sparkassen an sechs Projekte vergeben

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Bei der Übergabe im Foyer des Sparkassen-Neubaus Robert Christian Mayer, Pressesprecher (vorne erster v. re.); Direktor Thomas Orbig (Mitte erster v.re.) und Altbürgermeister Hans Mummert, Vorsitzender des Stiftungsbeirates der Jubiläumsstiftung mit Vertretern der Projekte.

Weilheim – Einen bunten Mix stellten in diesem Jahr wieder die verschiedenen Projekte dar, die mit Geldern der Jubiläumsstiftung der Vereinigten Sparkassen bedacht wurden.

Vom Roboter bis zur Natur-Komposttoilette war alles vertreten. „Mit unserer Jubiläumsstiftung sind wir ganz sicher auf dem richtigen Weg“, so Direktor Thomas Orbig bei der Übergabe der Fördermittel. Dies würde besonders dann deutlich, wenn „wir“ uns die Liste von angestoßenen Projekten vor Augen führen oder zur Inbetriebnahme der Aktivität eingeladen würden.

Über Unterstützung freuen durfte sich dieses Jahr der Lichtkunst Weilheim e. V. für die Umsetzung des Lichtkunstfestivals am 19. und 20. Oktober, in Weilheim. Dieses Mal werde es auch ein Rahmenprogramm vor Ort geben, verriet Ragnhild Thieler, erste Vorsitzende des Vereins. Der Brücke Oberland e. V. erhielt Geld für die Anschaffung einer Natur-Komposttoilette auf dem Gmünder Hof. Diese soll mobil und für Rollstuhlfahrer zugänglich sein. Gebaut wird sie von ehrenamtlichen Mitarbeitern und Personen, die Sozialstunden ableisten müssen.

Dem Staffelsee-Gymnasium Murnau wurde bei der Durchführung der Theatertage der bayerischen Gymnasien unter die Arme gegriffen. Im Juli treffen sich dazu die zehn besten Schultheatergruppen in Murnau. Dies sei eine „ganz tolle Erfahrung“ für alle Beteiligten, sagte Helena Renner, die dem Finanzierungsteam angehört. Für die Sanierung des inzwischen wiedereröffneten historischen Eiskellers im Seidlpark bekam der Förderkreis Murnauer Parklandschaft e. V. eine Finanzspritze zugesprochen. „Wir wissen gar nicht, in welchem Luxus wir heute leben“, sagte Dieter Wieland, Ehrenvorsitzender des Vereins. Früher hätten die Menschen aus gefrorenen Seen Eis heraus schneiden und dieses zur Kühlung der Getränke in den Eiskeller bringen müssen.

Damit Schüler aller Schularten wenigstens einmal in ihrer Schullaufbahn einen Workshop des MarkerLab absolvieren und dadurch auch frühzeitig Interesse für sogenannte MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) entwickeln können, wurde der Verein MarkerLab Murnau mit einer Spende bedacht. Damit soll auch dem Fachkräftemangel im Landkreis entgegengewirkt werden, sagte Jan-Ulrich Bittlinger, erster Vorsitzender des Vereins. Zudem soll ein Kuka-Roboter angeschafft werden. Dieser soll dann in mehreren Bereichen des MakerLabs zur Umsetzung von Produktentwicklungen eingesetzt werden. Ein „super Projekt“ sei der „selbstgeschnitze Nahverkehr“ vom Stiftungsverein für Leben und Kultur e. V., so Orbig. Im September 2017 ging die erste Strecke Murnau-Riegsee-Aidling in Betrieb (wir berichteten). Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom Holzbildhauer Johannes Volkmann, der mit Kindern und Jugendlichen drei selbstgeschnitzte Holzbänke gestaltete und diese in den Ortschaften aufstellte. Jeder, der sich darauf setzt, gibt damit an, dass er mitgenommen werden möchte. Autofahrer können sich registrieren lassen und durch einen M-Aufkleber (=Mitfahrbank) auf der Scheibe anzeigen, dass sie Leute mitnehmen.

Wer eine Bank auf seinem Grundstück aufstellen möchte, kann sich bei dem Verein melden. Das Streckennetz soll im Blauen Land erweitert werden.


Von Sofia Wiethaler 

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