Zukünftige Antennennutzung

Förderverein Radom wendet sich in offenem Brief an Landrätin

Radom Raisting ohne Hülle
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Der Förderverein Radom Raisting richtet sich erneut an die Landrätin. Es geht um die zukünftige Nutzung des Industriedenkmals.

Landkreis – Der Förderverein Industriedenkmal Radom Raisting e.V. richtet erneut einen offenen Brief an Landrätin Andrea Jochner-Weiß und die Vertreter der Parteien und Gruppen im Kreistag. 

Zunächst bedankte sich Vorstand Dr. Sabine Vetter in dem Schreiben für die Antwort auf die vorangegangene Anfrage des Vereins, wie der Landkreis als Eigner die zukünftige Nutzung des Radoms und der Antenne 1 plant. Offenbar gebe es jetzt zwei Wege für die zukünftige Nutzung des Industriedenkmals. „Sie schreiben, dass das Landesamt für Denkmalpflege nur den ‚Erhalt im Bestand‘ des Radoms vorgibt, nicht aber die ‚Funktionsfähigkeit‘ der Antenne 1. Dann braucht die neue Hülle tatsächlich nur den Anforderungen eines Großraumkinos zu genügen. Der Förderverein bekam bislang keine Einsicht in die Vorgaben des Landesamts“, so Vetter. Wolle man jedoch eine technische Nutzung der Antenne 1 in Zukunft nicht ausschließen, müsse die jetzt zu produzierende Hülle auch dafür geeignet sein. „Sie schreiben: Zur Prüfung, ob die neue Hülle beiden Anforderungen gerecht werden könnte, sei ein ‚Vorprojekt‘ veranlasst.“

Der Begriff „Funktionsfähigkeit“ der Antenne 1 sei jedoch missverständlich. Er meine den technischen Zustand der Antenne bis vor dem Sturm im Februar und würde unter anderem beinhalten, dass die Antenne fähig war, einen Satelliten zu verfolgen und mit ihm bei entsprechender übertragungstechnischer Ergänzung zu kommunizieren. Zudem wurde die motorgetriebene Antennensteuerung im Zuge des TUM-Projekts (unter Mitwirkung des Fördervereins) wieder voll hergestellt. „Die TUM stellte über spezielle Schnittstellenmodule sogar eine Fernsteuerungsmöglichkeit von einer abgesetzten Bedienkonsole bei der TU in München bereit.“

Vorteile dieser „Funktionsfähigkeit“ der Antenne 1 seien zum Beispiel, dass hochfrequente technische Experimente und Demonstrationen weiterhin möglich seien. Auch könnte die Antenne 1 eine ideale Referenzantenne für andere Firmen und Institutionen sein. Außerdem diene eine technisch nutzbare Antenne 1, verbunden mit multimedialen Präsentationen, Ausstellungen und Führungen, in gleichem Maße der Bildung, wissenschaftlicher, technikbezogener und touristischer Interessen. „Damit sind auch verschiedene Einnahmequellen verbunden“, heißt es in dem offenen Brief weiter.

„Der Förderverein Radom Raisting plädiert dafür, eine zukünftige Nutzung der Antenne 1 offen zu halten. Dazu braucht es entsprechende Eigenschaften der neuen Hülle sowie Steuerfähigkeit der Antenne“, teilt Vetter abschließend mit.

Von Kreisbote

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