Bürgermeister schließen sich zusammen

Forderung nach Halbstundentaktung der Werdenfelsstrecke

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Die BürgermeisterInnen der Region zwischen Weilheim und Garmisch-Partenkirchen wollen zusammen erreichen, dass auf der Werdenfelsstrecke ein Halbstundentakt eingeführt wird.

Murnau/Region – BürgermeisterInnen der Region zwischen Weilheim und Garmisch-Partenkirchen wenden sich in einem Brief an die Staatsministerin für Wohnen, Bau und Verkehr, Kerstin Schreyer. Sie fordern die Einführung eines Halbstundentaktes auf der Werdenfelsstrecke nach Garmisch-Partenkirchen und bitten um Unterstützung des Ministeriums.

Der Ausbau des Schienenverkehrs muss stärker vorangetrieben werden, denn die örtliche Verkehrsinfrastruktur kommt an ihre Grenzen, wie der Markt Murnau in einer Pressemitteilung angibt. Durch Ausflugs- und Pendelverkehr erhöhe sich der Druck auf die Straßen, trotz deren Ausbaus, dramatisch. „Die A95 nutzen bereits jetzt in unserer Region circa 30 000 Autofahrer pro Tag und das mit ansteigender Tendenz“, heißt es weiter. Daher sei es unerlässlich, strukturpolitische Entscheidungen pro Bahn zu treffen. Verkehrsprobleme könnten nur umfassend unter Einbeziehung aller Verkehrsmittel gelöst werden. Initiiert wurde der Brief an die Ministerin vom Markt Murnau.

Dass die Werdenfelsstrecke von München nach Garmisch-Partenkirchen dringend eine Taktverdichtung benötigt, darüber herrscht unter den Kommunalpolitikern Einigkeit. So unterschrieben den Brief neben Murnaus erstem Bürgermeister Rolf Beuting auch seine Kollegen Bernhard Kamhuber, Huglfing; Rupert Wintermeier, Uffing; Markus Hörmann, Seehausen; Christian Scheuerer, Ohlstadt; Martin Wohlketzetter, Farchant; Dr. Sigrid Meierhofer, Garmisch-Partenkirchen und Thomas Feistl, Oberhausen.

Die ebenfalls betroffenen Gemeinden Oberau und Eschenlohe unterstützen das Anliegen einer Taktverdichtung zwar grundsätzlich, haben jedoch von einer Unterzeichnung des Schreibens abgesehen, da aus ihrer Sicht zeitgleich eine Lösung für die innerörtlichen Bahnübergänge gefunden werden muss. Ohne bauliche Verbesserungen würde eine Taktverdichtung den innerörtlichen Verkehr massiv beschränken.

Der Kreistag Garmisch-Partenkirchen hatte bereits 2017 einstimmig eine Resolution zur Verbesserung des Schienenpersonennahverkehrs auf der Werdenfelsstrecke verabschiedet. Doch diese habe bisher keine Berücksichtigung gefunden. Auch ein Beschluss im Landtag zur Werdenfelsbahn brachte nicht die erhofften Verbesserungen, wie abschließend festgestellt wird.

Von Kreisbote

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