FOS/BOS überreicht 274 Absolventen das Zeugnis der Fachhochschulreife

Ein Stück Zukunft in der Hand

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Die besten FOS/BOS Absolventen 2017. V. li.: Melanie Hütter, Franziska Soyer, Kalina Jäger, Panagiotis Hristoforidis, Selina Kleipoedszus, Irina Kaufmann, Laura Geisreiter, Lucia Schilling. Schulleiterin Rosemarie Bastuck (li.) gratulierte.

Weilheim – Auf der Abschlussfeier der FOS/BOS in der vergangenen Woche platzte die Stadthalle fast aus den Nähten. Rund 600 festlich gekleidete Gäste – darunter 274 Absolventen, Eltern, Freunde und Lehrer – füllten nicht nur den Saal, sondern auch das Foyer.

In ihrer Ansprache gratulierte Schulleiterin Rosemarie Bastuck den SchülerInnen zum Zeugnis der Fachhochschulreife. „Ich wünsche euch den Mut, eure Flügel auszubreiten und abzuheben, die Möglichkeit, eure Wurzeln immer wieder zu spüren und zu ihnen zurückkehren zu können, wenn euch die Flügel irgendwo einmal gestutzt werden. Außerdem wünsche ich euch fern von diesem Goethe-Zitat Freunde und Weggefährten, auf die ihr euch verlassen könnt“, sagte sie.

Bastuck hatte schon im Vorjahr ihren Absolventen eine Hausaufgabe gestellt und versäumte es auch diesmal nicht. Die neue Aufgabe lautete: „Fragt euch jeden Tag: „Habe ich heute schon gelacht?“ Sie fand auch Worte in eigener Sache. Bezugnehmend auf einen lokal erschienenen Zeitungsbericht, der die Zukunft der Schule möglicher Weise in Gefahr sah, erklärte Bastuck: „Wir werden auch weiterhin 13. Klassen anbieten. Das dürfen Sie ruhig weitersagen“. Ihr Redeeinschub wurde mit lautstarkem Beifall belohnt.

Zum Schluss fand die Schulleiterin noch Worte des Dankes und der Anerkennung für Lehrerkollegium, Sekretariatsmitarbeiter, Schulleitungsteam, Hausmeister, Elternbeirat, Schülermitverwaltung und Eltern für das gelebte konstruktive Miteinander.

Landrätin Andrea Jochner- Weiß beschrieb das Abschlusszeugnis als ein Stück Zukunft, das seinem Besitzer fundiertes Wissen bescheinige. „Auf Sie warten nun neue Herausforderungen. Entwickeln Sie Ihre Potentiale weiter“, so die Landrätin. Betreffend die Zukunft der FOS/BOS versprach sie: „Keine Sorge, Sie sind nicht in Gefahr. Wir machen weiter wie bisher.“

Als eine spannende Sache beschrieb der Elternbeiratsvorsitzende Michael Debertin die Schule. Durch ihre aus verschiedenen Landkreisen und Schulformen kommenden Schüler sei sie fast „multikulturell“. Debertin lobte die Absolventen für ihre gezeigte Disziplin und Reife. „Es gab für uns fast nichts zu tun“, sagte er verbunden mit Glückwünschen für die Zukunft.

Eine kleine Überraschung gab es auch bei der Auszeichnung der besten schulischen Leistungen. Hier dominierten die jungen Frauen mit klarer Überzahl. Im Interview lobte die Notenbeste Lucia Schilling ihre Lehrer. „Hier fand ich Unterstützung, Forderung und Motivation von Anfang an“, so ihr Resümee. Ihr nächstes Ziel ist jetzt, das 13. Schuljahr mit einem sehr guten Abiturzeugnis abzuschließen und danach Medizin zu studieren. Musikalisch umrahmt wurde die Abschlussfeier durch Lucia Schilling und Jenny Dahm.

Von Georg Müller

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