FOS/BOS Weilheim verabschiedet 231 Absolventen

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Die zehn Einserschüler. V. li.: Elternbeiratsvorsitzende Gloria Alfaro-Vega, Angelika Himmelstoß, Theresa Ertl, Magdalena Schleich, Rebecca Paul, Sabrina Hannweber, Maria Massone, Franziska Berchtold, Florian Friesenegger, Tobias Franke, Fabian Fritz, Bianca Zotz und Schulleiter Christian Dick.

Weilheim – 2020 war Corona bedingt für alle Schulen ein schwieriges Jahr. Davon konnten auch die Abiturienten der Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) Weilheim ein Lied singen. Abschluss und Zeugnisübergabe erfolgten deshalb in drei Schichten in der Stadthalle.

Auseinandergezogene Sitzreihen, festgelegte Sitzordnung, Verabschiedung ohne Eltern, Desinfektionsmittelspender am Treppenaufgang und vor dem Podium. Einzig die Luftballontrauben und das Abiturlogo 2020 in der Aula vermittelten etwas Fröhlichkeit. Dass die Feier überhaupt stattfinden konnte stimmte das Lehrerkollegium aber versöhnlich.

„Das war lange in der Schwebe, doch für uns war es immer eine Herzensangelegenheit, Ihren Abschluss gebührend zu feiern“, sagte Schulleiter Christian Dick in seiner Begrüßung. Die zusätzlichen Stolpersteine im Schuljahr – Umsetzung der neuen Schulordnung, veränderte Bestimmungen zur Notenbildung, Digitalisierungsprozess, neue Lehrpläne Plus, Schließung der bayerischen Schulen ab Mitte März... machten das Lernen nicht gerade einfacher. „Sie haben das Abitur dennoch geschafft, Chapeau für diese Leistung. Ich bin stolz auf Sie“, sagte Dick. Er gab den Abschlussschülern gute Ratschläge mit auf den Weg: „Nehmen Sie Ihr Leben in die Hand. Warten Sie nicht auf die nächste Grünphase. Handeln Sie jetzt. Sie haben mit Ihrem Abschluss beste Chancen.“

Gastrednerin Andrea Jochner-Weiß ermunterte die AbsolventInnen ebenfalls und spendete Lob für den erreichten Bildungsabschluss. „Sie haben unfreiwillig Schulgeschichte geschrieben und allen Widrigkeiten zum Trotz Ihr Ziel erreicht. Sie haben Ihren Job gemacht. Jetzt stehen weitreichende Entscheidungen an. Dazu braucht es aber Mut und Kraft. Finden Sie Ihren Platz in der Gesellschaft, es lohnt sich. Meinen herzlichen Glückwunsch für Sie“, wandte sich die Landrätin an die Abiturienten.

Eingeladen war auch der ehemalige Schüler Lukas Krämer. Er ist Schulpate des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und ein bekannter Triathlet. Krämer verband mit seiner Abi-Zeit, erstmals gern zur Schule gegangen zu sein. Die Corona-Beschränkungen treffen auch ihn als Sportler hart. Es habe Wettkampfabsagen in Folge gegeben. Diese Zeit habe er genutzt, um im Kraftraum mit Erfolg kleine Fitness-Baustellen im Körper zu beseitigen. „Jeder ist betroffen. Macht weiter, nehmt euer Leben selbst in die Hand“, forderte Krämer die Absolventen auf.

Höhepunkt der Verabschiedung in der Stadthalle war die Ehrung von neun Einserschülern und einer Schülerin mit der Traumnote von 0,96. Zwei der Schulbesten wurden durch die Vorsitzende der Landeselternvereinigung Angelika Himmelstoß besonders gewürdigt. Bianca Zotz (Abschlussnote 0,96) erhielt den Sonderpreis in der Ausbildungsrichtung „Wirtschaft und Verwaltung“, Rebecca Paul in der Ausbildungsrichtung „Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie“.

Von Georg Müller

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