FOS/BOS Weilheim schließt sich mit Selbstverpflichtung großem Schulnetzwerk an

Mit Courage gegen Rassismus

+
Mit dem neuen Schild: Landrätin Andrea Jochner-Weiß (vorn li.), Pate Lukas Krämer (3.v.li.), Michael Schneider-Velho (5.v.li.), Regionalbeauftragter Aktion „Courage e. V.“; Schulleiterin Rosemarie Bastuck (klatscht) und Weilheims Zweiter Bürgermeister Horst Martin (3.v.re.) mit weiteren Vertretern der FOS/BOS und Schülern.

Weilheim – Im neuen Jahr tragen zwei Schilder an der Außenfassade und im Innenhof der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) die Selbstverpflichtung der Schulfamilie „Wir sind gegen Rassismus“ an die Öffentlichkeit.

Der Titel wurde vor Kurzem in einem Festakt vom Regionalbeauftragten der Aktion „Courage e. V.“ Michael Schneider-Velho in Anwesenheit von Vertretern aus Stadt und Landkreis verliehen. Rektorin Simone Bastuck erklärte in ihrer Begrüßung, sie sei stolz und glücklich über die Verleihung und auch darüber, dass sich so viele Schülerinnen und Schüler der Verpflichtung angeschlossen haben. Diese könne in der heutigen Zeit nicht hoch genug eingeschätzt werden. Deutschlandweit gehören 2 700 Schulen mit über eineinhalb Mio. Schülern dem Netzwerk an. In Oberbayern sind es aktuell 115 Schulen.

Auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß beglückwünschte die Schulfamilie zur Teilnahme am Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“. Mit dem Anbringen der Schilder sei das Projekt aber nicht beendet. „Andere Meinungen zulassen, darüber diskutieren, Vielfalt leben, die Umgebung mitgestalten. Genau das passiert hier. Ich gratuliere euch“, sagte sie. „Ihr seid die erste Schule in Weilheim, die diese Verpflichtung einging. Damit seid ihr Vorreiter und Vorbild geworden. Eure Courage und euer Einsatz für Toleranz machen mich stolz“, stellte Zweiter Bürgermeister Horst Martin anerkennend fest.

Als Pate für den neuen Schulnamen wurde Lukas Krämer, ehemaliger Schüler und inzwischen herausragender Sportler, gewonnen. Der gelernte Industriemechaniker und Berufsfeuerwehrmann in München gewann unter anderem die Titel „Ironman 2016“ und „Firefighter Worldchampion“. „Ich bin so aufgewachsen und stolz, dass ich euch darin unterstützen darf“, bekannte sich Krämer im Interview zum Engagement gegen Rassismus. Auf die Frage, welche Botschaften er an die jungen Menschen und an die Politik habe, antwortete er: „Eigentlich müsste die Jugend den Älteren Politik erklären. Bleibt so, wie ihr seid.“

Die Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung hatte eine zwölfköpfige Initiatorengruppe übernommen, die seit Oktober auf die Verpflichtung hingearbeitet hatte.

Der Trägerverein „Aktion Courage e. V. – Schule ohne Rassismus“ wurde 1995 ins Leben gerufen. 2001 wurde der Name um „Schule mit Courage“ ergänzt. Voraussetzung für eine Verleihung des Titels ist eine schriftliche Verpflichtung von mindestens 70 Prozent aller Schulangehörigen, sich künftig gegen jede Form der Diskriminierung an der Schule einzusetzen. Ein jährliches Projekt zum Thema ist verpflichtend.

Von Georg Müller

Auch interessant

Meistgelesen

Miss Maybellene startet Soloprojekt
Miss Maybellene startet Soloprojekt
Ein Denkmal des Landkreises
Ein Denkmal des Landkreises
Zugverkehr stark eingeschränkt
Zugverkehr stark eingeschränkt
Schwarz-Weiß-Ball Peißenberg 2019
Schwarz-Weiß-Ball Peißenberg 2019

Kommentare