Interessante Einblicke bei »Es war einmal«

Fotoausstellung in Peißenberg eröffnet

Fotoausstellung „Es war einmal“ in Peißenberg
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V. li. sitzend Ruhestandspfarrer Gerhard Schmid, Bürgermeister Thomas Dorsch aus Hohenpeißenberg und Michael Lautenbacher von der Sparkasse Oberland lauschen den Grußworten von Peißenbergs Bürgermeister Frank Zellner.

Peißenberg – Die Eröffnung der Fotoausstellung im „Flöz“, dem neuen Peißenberger Bürgerhaus, war gut besucht.

Aus beiden Gemeinden waren interessierte Besucher gekommen welche durch „Mundpropaganda“ von der Ausstellungseröffnung erfahren hatten. Neben den beiden Bürgermeistern Frank Zellner aus Peißenberg und Thomas Dorsch aus Hohenpeißenberg waren auch einige der Gemeinderäte aus beiden Gemeinden anwesend. Ebenso waren der evangelische Seelsorger Dr. Rainer Mogk und der Ruhestandspfarrer Gerhard Schmid vor Ort. Von der Sparkasse Oberland, welche finanzielle Mittel für die Fotoausstellung bereitgestellt hatte, war Vorstandsmitglied Michael Lautenbacher gekommen.

Beide Bürgermeister sprachen zur Eröffnung ihre Grußworte und dankten dem Knappenverein für sein Engagement diese Ausstellung auf die Füße zu stellen. Die alten Fotos, welche überwiegend aus früheren Glasplattennegativen der Familie Bindl stammen, wurden gesichert und digitalisiert und so vor dem Verfall gerettet. Bürgermeister Zellner hatte hierbei einige sehr interessante Daten über die doch für den Ort prägende Bergbauzeit parat. Hohenpeißenbergs Bürgermeister Dorsch bedankte sich beim Knappenverein für die Umsetzung der Fotoausstellung und die Sicherung der Fotos, welche für beide Orte wichtige Zeitdokumente sind. Aus den alten Fotos könne man den Blick in die Vergangenheit gut nachvollziehen, so Dorsch und jene Zeitspanne, welche nicht „die gute alte Zeit war“, sondern den damals lebenden Menschen und hier speziell den Bergleuten viel abverlangte. Als dritter Redner sprach Rudi Hochenauer vom Knappenverein. Er ging kurz auf die Entstehung der Fotoausstellung ein. Vor 50 Jahren endete am 31. März 1971 die Ära des Kohleabbaus in Peißenberg, coronabedingt konnte an diesem Datum aber keine Gedenkveranstaltung stattfinden. Die Fotoausstellung soll einen Einblick in jene lange und für beide Ort prägende Zeit geben. Der Knappenvorstand berichtete über jene Zeitspanne, welche als „Prinzregentzeit“ bezeichnet wird und in der die Arbeiterschaft nichts zu lachen hatte.

Die Bilder zeigen alte Ansichten von Peißenberg

Die Ausstellung ist als Wanderausstellung konzipiert und wird auch noch in Hohenpeißenberg zu sehen sein. Es ist ebenso angedacht, die Fotos später in der Tiefstollenhalle beziehungsweise im Bergbaumuseum zu zeigen. Hochenauer bedankte sich auch bei der Fotografenfamilie Nicoletti aus Schongau, die die alten Glasplatten eingescannt und digital bearbeitet hatten. Die Qualität der daraus entstandenen Fotos wurde allgemein gelobt.

Nach den Reden konnten die Fotos besichtigt und Gespräche geführt werden. Viele der Aufnahmen sind mit Texten mit genaueren Informationen unterlegt. Die Fotoausstellung ist am Sonntag, 3. und am Sonntag, 10. Oktober jeweils von 10 bis 16 Uhr im Bürgerhaus „Flöz“, Bahnhofstraße 1 für die Besucher geöffnet. Mitglieder vom Knappenverein übernehmen den „Museumsdienst“, der Besuch ist kostenlos.

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Von Kreisbote

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