"Entscheiden Sie selbst über Ihr Leben"

Frauen-Union lädt zur Infoveranstaltung über Patientenverfügung ein

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Freuen sich auf den Info-Abend am 8. November v.li.: Pamela Kennerknecht, Etelka Moreh (FU Penzberg), Martin Trautmann, Irma Gundlach (FU Peiting), Claudia Engel (FU Penzberg), Angie Eichberger und Angelika Flock (CSU-Bürgermeisterkandidatin in Weilheim).

Peißenberg – Es ist ein unangenehmes Thema, das viele lieber von sich wegschieben. Doch im Ernstfall ist eine Patientenverfügung fast unerlässlich, damit Ärzte und Angehörige dem persönlichen Willen des Betroffenen auch tatsächlich gerecht werden können.

In Kooperation mit den Parteifreundinnen vom Ortsverband Peißenberg greift nun die Frauen-Union im Landkreis dieses gleichsam schwierige wie wichtige Thema auf. Am Freitag, 8. November, lädt die FU ab 19 Uhr unter dem Titel „Patientenverfügung: Entscheiden Sie selbst über Ihr Leben!“ zu einer Informationsveranstaltung ins Gasthaus „Sonne“ nach Peißenberg ein.Die Veranstaltung soll sowohl medizinische als auch rechtliche Aspekte durchleuchten. Die FU hat dafür mit Allgemein- und Palliativmedizinerin Beatrix Heimrich und Rechtsanwalt Martin Trautmann zwei Experten als Referenten engagiert.

Wie wenig verankert das Thema „Patientenverfügung“ in der Bevölkerung ist, zeigt die Statistik: Nur 20 Prozent verfügen demnach über eine Verfügung – „wobei selbst die Zahl noch sehr hochgegriffen ist“, wie Trautmann bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Vertreterinnen der FU in Peißenberg betonte.Aber was ist eigentlich der Sinn und Zweck einer Patientenverfügung? Trautmann bringt es in einfachen Worten auf den Punkt: „Eine Patientenverfügung ist das, was der Patient sagen würde, wenn er es noch könnte.“ In der Praxis geht es dabei um die Frage, inwieweit der Betroffene noch lebenserhaltende Maßnahmen wünscht. In großen Kliniken gibt es Ethikkommissionen, die bei fehlenden Patientenverfügungen als Entscheidungsgremium fungieren. In kleineren Krankenhäusern ist die Angelegenheit oft schwierig.

„Die Patientenverfügung ist da eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die behandelnden Ärzte“, erklärte Heimrich beim Pressegespräch: „Und für einen persönlich ist es ungemein entlastend, wenn man eine solche hat.“ Auch den Angehörigen werde „viel an Last genommen“, ergänzte Angie Eichberger, die FU-Vorsitzende von Peißenberg. Wie kommt man eigentlich am schnellsten an eine Patientenverfügung? Wer hilft einem bei der Anfertigung einer solchen Verfügung? Wie sollte sie formuliert sein? Wie sind die erhältlichen Mustervordrucke korrekt auszufüllen? 

All das sind Fragen, mit denen sich an dem Informationsabend beschäftigt wird. Neben den Vorträgen der beiden Referenten sollen auch die Besucher in die Diskussion miteingebunden werden.„Ich bin unheimlich gespannt auf den Abend. Es ist ein unheimlich facettenreiches und interessantes Thema“, freut sich die FU-Kreisvorsitzende, Pamela Kennerknecht, auf die Veranstaltung am 8. November.

Von Bernhard Jepsen

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