Frauenbund Dießen spendet für Murnauer Frauenhaus

Häusliche Gewalt stoppen

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Die Dießener Frauenbündlerinnen überreichten der Pädagogin für Frauen- und Kinderschutz vom Frauenhaus Murnau einen Scheck: Von links Brigitte Haugg, Christiane Hornsteiner, Resi Gerum, Marion Muth, Claudia Ernst und Sandra Ernst.

Dießen – Frauenhäuser sind oft die einzige Rettung für Frauen und Kinder, die zuhause nicht mehr sicher sind.

Die Pädagogin für Frauen- und Kinderschutz, Marion Muth vom Frauenhaus Murnau, besuchte den Dießener Frauenbund und berichtete über ihren Arbeitsalltag. Außerdem durfte sie eine Spende in Höhe von 1 000 Euro in Empfang nehmen, die die Frauenbundvorstandschaft auf Anregung von Resi Gerum bereit gestellt hatte. Die Pädagogin betonte, dass Gewalt durch alle Gesellschaftsschichten geht. In der Regel sei es ein schleichender Prozess, der mit einer Ohrfeige beginnt und sich hochschaukelt bis zum Prügeln, Treten, Würgen. In Häusern, die dem Bildungsbürgertum zugeordnet werden, würde Frauen mehr seelische Gewalt angetan. Sie würden mit Worten, aber auch mit Waffen bedroht, schlecht behandelt und beschimpft werden. Des Weiteren sprach Muth über das Leid und Elend der Kinder, die teilweise auch körperlich betroffen sind, sich in der Regel aber eher verstecken. Kinder, die in permanenter Angst leben, leiden oft unter Entwicklungsstörungen und Schulproblemen. Frauen, die entweder durch die Polizei oder ärztliche Intervention aus ihrem Umfeld geholt werden – die wenigsten kommen freiwillig – finden im Frauenhaus Schutz, Therapie, psychische Stärkung und lernen, sich neu zu orientieren und eine eigene, selbstbestimmte Existenz aufzubauen.

Die Frauenhäuser in Murnau und Garmisch werden vom Sozialdienst Katholischer Frauen e.V. betrieben. Es gibt in allen Landratsämtern Notruftelefone, die rund um die Uhr angerufen werden können. Das Frauenhaus Murnau bietet eine 24-Stunden Beratung unter Tel. 08841/5711.

 

Von Kreisbote

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