Bewährtes bewahren

Freie Wähler Weilheim feiern ihr 40-jähriges Bestehen

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V. li. Florian Streibl, Susann Enders, Elisabeth Entenmann, Anton Speer, Josef Göbl und Romana Asam.

Weilheim – Die Freien Wähler Weilheim feierten im Schützenheim der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft ihr 40-jähriges Bestehen.

Bewährtes bewahren, Neues wagen: Unter diesem Leitmotiv begrüßte die erste Vorsitzende der Freien Wähler (FW) Weilheim, Romana Asam, Mitglieder und Gäste. Darunter befand sich der Bezirksvorsitzende und Landtagsabgeordnete Florian Streibl, der Bezirkstagskandidat und Garmisch-Partenkirchener Landrat Anton Speer, die Direktkandidatin von Weilheim-Schongau, Susann Enders sowie die Vorsitzende des Arbeitskreises Gesundheit und Pflege, Annette Walter-Kilian.

In ihrer Festrede ging Asam auf die Hintergründe der FW Weilheim ein. Im Zuge der Gebietsreform wurde der Verein am 18. April 1978 gegründet. „Damals beschloss die bayerische Staatsregierung mit der Gebietsreform die Zusammenlegung vieler Gemeinden. In einigen Fällen war das sicher notwendig, in vielen Fällen nicht. Damals hat die Gebietsreform viel ehrenamtliches Engagement vernichtet. Viele Ältere werden es noch in lebhafter Erinnerung haben: Jahrhundertelang selbstständige Gemeinden lassen sich nicht folgenlos zusammenlegen. Auch heute sind – wie damals – bewährte Strukturen bedroht, etwa durch die EU-Bürokratie oder durch eine Politik, die sich nicht der Erhaltung der ländlichen Gebiete verschrieben hat (...).“, betonte Asam, die die Leistungen der ehemaligen Vorstände Peter Fischer (bis 2008), Matthias Demmel (2008 bis 2014) und Walter Weber (2014 bis 2017) würdigte. Die FW Weilheim hießen bis zum 4. Februar 1980 UWV – Bayern Partei. „Das war laut meinen Unterlagen dem Umstand geschuldet, keine Unterstützerunterschriften vorlegen zu müssen“, so Asam. Ab dem 5. Februar 1980 trennten sich die Wege von UWV und Bayernpartei, der Verein nannte sich ab da UWV e. V. Im November 2007 wäre es beinahe mit dem UWV-Ortsverband zu Ende gegangen, wenn nicht Demmel und Wolfgang Mini zum Weitermachen geraten und für die Kommunalwahlen 2008 eine Liste aufgestellt hätten. Die UWV war damals schon länger im Weilheimer Stadtrat vertreten. Am längsten war Hubert Fleidl dabei. Auch Elisabeth Entenmann und Anneliese Rappenglück waren zu unterschiedlichen Zeiten jeweils eine Legislaturperiode im Stadtrat aktiv, ebenso Mini. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung beschloss am 5. Dezember 2013, die UWV in FW Weilheim e. V. umzubenennen. Am 28. April 2014 wurde die Namensänderung notariell beglaubigt und eingetragen.

In ihren Reden gingen Streibl, Speer und Walter-Kilian auf aktuelle politische Entwicklungen ein. Zur Flüchtlingskrise betonte Enders den Zusammenhang zwischen der Subventionierung der Agrarindustrie und der Zunahme von Armutsflüchtlingen sowie die Notwendigkeit, die Arbeitsverbote für Flüchtlinge zu ändern. Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Rede bildete die „realitätsnahe Energiewende, zum Beispiel die Förderung der kleinen Wasserkraft“ und eine Bildungs- und Strukturpolitik zugunsten der ländlichen Gebiete.

Danach zeichneten Streibl und Asam die langjährigen Mitglieder Entenmann und Josef Göbl aus – beide seit 28 Jahren aktive und verdienstvolle Mitglieder der FW Weilheim.

Von Kreisbote

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