Freilichtmuseum Glentleiten stellt sein Sommerprogramm vor

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Bei den „Museumsgesprächen“ erwartet die Besucher auf dem Almgelände eine Kulturvermittlerin, die für Fragen zur Verfügung steht.

Großweil – Trotz Corona steht einem Besuch der Glentleiten in den Sommerferien nichts im Wege. Nahezu alle historischen Häuser, die Sonderausstellung „Die Blumenfrauen vom Viktualienmarkt“ und die Glentleitner Gastronomien sind zugänglich. Führungen, Kinderprogramme und Handwerksvorführungen finden in modifizierter Form statt.

Immer mal wieder zu Besuch im Museum werden der Uhrmacher und die Trachtenschneiderin sein. Auch wie man Wolle zu Fäden verspinnt lässt sich vor dem Hoderer-Hof bei schönem Wetter sehen. Die Hafnerei hat täglich geöffnet. Das Team der Töpferei bietet dort außerdem an vielen Tagen im Außenbereich bei schönem Wetter die offene Werkstatt „Geschirr aus Ton bemalen“ an. Telefonische Anmeldung unter 08851/7688 bis 17 Uhr des Vortages erforderlich.

Anstelle der regelmäßigen Führungen gibt es in den bayerischen Sommerferien sonntags und mittwochs zwischen 11 und 12.30 Uhr sogenannte Museumsgespräche. Drei Kulturvermittlerinnen stehen an verschiedenen Orten im Museumsgelände für Fragen zur Verfügung. Sie geben Auskünfte und Tipps im Sinne einer Art „Sehanleitung“ für Besonderheiten einzelner Gebäude und der sie umgebenden Kulturlandschaft. Die Museumsgespräche sind für die Besucher kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Da einige museumspädagogische Angebote für Kinder und Familien nicht wie gewohnt zugänglich sind, beziehungsweise stattfinden können, haben sich die Museumspädagoginnen etwas Neues ausgedacht: eine analoge Rätselrallye, Fotosafaris durch das Museumsgelände und eine digitale Schatzsuche durch das Mühlental mit der Actionbound-App.

Auf Geschichten vom Balkon und über den Gartenzaun können sich die Museumsbesucher außerdem am 22. August und 5. September freuen. Jeweils um 11.30, 12, 14.30 und 15 Uhr fabuliert Geschichtenerzählerin Katharina Ritter für Groß und Klein nach dem Motto „Ham’s scho‘ g’hört?!?“.

Alle Termine, Angebote und Teilnahmemodalitäten finden sich im Veranstaltungskalender auf www.glentleiten.de.

Was ist zugänglich?

Von den mehr als 60 historischen Häusern sind über 95 Prozent zugänglich. Durch eine Einbahnregelung in den meisten Gebäuden wird Begegnungsverkehr vermieden und Abstände können eingehalten werden. Häuser mit museumspädagogischen Angeboten, bei denen das Anfassen normalerweise erlaubt und gewünscht ist – etwa im „Haus zum Entdecken“– müssen aktuell aber noch geschlossen bleiben.

Neben den historischen Gebäuden können sich die Besucher auch auf etliche historische Nutztierarten auf den Wiesen und Weiden freuen, die einst in der Region rund um die Glentleiten verbreitet waren: Murnau-Werdenfelser Rinder und Waldschafe ebenso wie neu in diesem Jahr Augsburger Hühner und Schwarze Alpenschweine.

Derzeit zeigt das Freilichtmuseum Glentleiten außerdem die Ausstellung „Die Blumenfrauen vom Viktualienmarkt. Fotoarbeiten von Hildegard Kaup (1924-2016)“. Im Fokus dieser Sonderschau stehen Schwarz-Weiß-Aufnahmen der Fotografin, die 1948/49 in München entstanden sind. Sie beleuchten ein Stück Alltagsgeschichte in der unmittelbaren Nachkriegszeit.

Gastronomie

Auch eine Rast einlegen ist an der Glentleiten möglich: Der Kramerladen Glentleiten ist zu den regulären Öffnungszeiten des Museums von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Glentleitner Wirtschaft & Brauerei erwartet derzeit von Mittwoch bis Sonntag die Besucher. Und das Salettl mit Biergarten ist bei schönem Wetter von Dienstag bis Sonntag für die Besucher geöffnet.

Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz freut sich auf viele Gäste und betont: „Das Freilichtmuseum Glentleiten bietet auf seinem weitläufigen Gelände viel Raum, um mit gebührendem Abstand zueinander die historischen Gebäude, Gärten, Wälder und Weiden genießen zu können.“ Und dank eines umfassenden Schutz- und Hygienekonzepts sei der Museumsbesuch für Besucher und das Team der Glentleiten so sicher wie möglich.

Von Kreisbote

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