Höhere Polizeipräsenz und konsequente Kontrollen in der Nacht zum 1. Mai

Freinacht ist kein Freibrief

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Landkreis - Für einen kleinen Scherz haben die meisten Menschen Verständnis und können auch darüber lachen.

Gerade in der Nacht zum 1. Mai, der sogenannten Freinacht, übertreibt es allerdings der ein oder andere Scherzbold. "Die Freinacht in Bayern ist kein Freibrief für Chaoten und Straftaten!" Mit diesen deutlichen Worten hat heute Bayerns Innenminister Joachim Herrmann vor übertriebenen Freinachtscherzen gewarnt. "Entscheidend ist, dass andere nicht gefährdet oder geschädigt werden", erklärte Herrmann. Dann sei gegen die bayerische Freinachts-Tradition nichts einzuwenden. "Beispielsweise das Sprengen von Briefkästen, das Anzünden von Mülltonnen, das Verunstalten von Hauswänden oder das Abheben von Gullideckeln bleibt ganz klar strafbar", betonte der Minister. Da werde die Bayerische Polizei keinen Spaß verstehen. Laut Herrmann können misslungene Freinachts-Aktionen höchst gefährlich enden und schlimmstenfalls sogar Leben kosten, beispielsweise wenn Hindernisse auf die Straße gelegt werden. Brenzlig könne es vor allem auch dann werden, wenn bei den 'Scherzbolden' zu viel Alkohol im Spiel sei. Der Innenminister kündigte deshalb für die Freinacht wo notwendig eine erhöhte Polizeipräsenz und konsequente Kontrollen der Bayerischen Polizei an. "Auch Eltern sind gefragt, ihren Kindern die Grenzen der Freinacht klar aufzuzeigen", ergänzte Herrmann.

Der bayerische Innenminister setzt auch in diesem Jahr auf die Vernunft der Freinachts-Scherzbolde. In den vergangenen Jahren verliefen die Freinächte in Bayern überwiegend problemlos. Dennoch verzeichnete die Bayerische Polizei beispielsweise vom 30. April 2018 auf den 1. Mai 2018 rund 260 Ruhestörungen und circa 70 Sachbeschädigungen.

Von Kreisbote

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