Stefan Zirngibl spricht 138 Lehrlinge frei und ermuntert nachdrücklich zur Weiterbildung

"Lernt alles, was ihr kriegen könnt!"

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Die Innungssieger mit Stefan Zirngibl und dem Geschäftsführer der Kreishandhandwerkerschaft Oberland Roland Streim (re.).

Landkreis – Für 138 Absolventen des Handwerks aus dem Oberland war der vergangene Freitag ein besonderer Tag. Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl sprach die jungen Frauen und Männer vor Vertretern der Kommunalpolitik, Handwerksmeistern, Berufsverbänden, Eltern und Freunden in der festlich geschmückten Stadthalle mit der seit Jahrhunderten überlieferten zeremoniellen Formel feierlich frei und erhob die bisherigen Lehrlinge in den Gesellenstand.

Die meisten Absolventen gab es bei den Anlagenmechanikern (50), Feinwerkmechanikern (26) und Metallbauern (23). In seiner Ansprache wies Zirngibl auf die in allen Bereichen gestiegenen Nachwuchszahlen hin. So habe sich die Zahl der heuer Freigesprochenen mit denen vom vergangenen Frühjahr und Herbst 2018 auf fast 370 neue Facharbeiter erhöht. Gemeinsam mit den auf eigenen Feiern verabschiedeten Malern, Lackierern, Maurern, Zimmerern und Kraftfahrzeugmechatronikern addiere sich das Resultat auf 520 bestens ausgebildete Gesellen im Handwerk.

Damit einhergehend sei auch die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im vergangenen Jahr angestiegen. Zu verdanken sei dies einer gemeinsamen Anstrengung in der Nachwuchswerbung. 2012 habe es bei den Überlegungen zum Bau der neuen Berufsschule eine schlechte Prognose des bayerischen Landesamtes für Statistik zur Entwicklung der Lehrlingszahlen bis 2020 gegeben. Daraufhin habe er sich mit den Innungsobermeistern zur Offensive in der Werbung entschlossen. Inzwischen sei das Handwerk auf drei großen Berufsmessen im Oberland, in Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau sowie nahezu allen Berufsmessen der Schulen vertreten. Mit der widerlegten Prognose könne auch das fast 70-Mio. Projekt „Neue Berufsschule“ mit Nachdruck vertreten werden.

„Sie liebe junge KollegInnen dürfen heute zu Recht stolz auf Ihre bestandene Ausbildung sein. Sie ist der Königsweg zum beruflichen Erfolg. Allerdings sage ich auch deutlich: ‚Lernt weiter! Lernt alles, was ihr kriegen könnt!‘“, sagte Zirngibl.

Ermunternd waren auch die Grußworte von Weilheims dritter Bürgermeisterin Angelika Flock, Landrätin Andrea Jochner-Weiß und dem Schongauer Oberstudiendirektor Thomas Schütz vor. „Seien Sie stolz auf sich. Aber verlassen Sie sich nicht allein auf Ihre geschickten Hände. Vergessen Sie nicht Tugenden wie Pünktlichkeit und Höflichkeit. Der Kunde muss sich auf Sie verlassen können. Haben Sie keine Angst vor Veränderungen. Sie helfen gegen Routine und Langeweile“, erklärte Schütz. Wie man Innungssieger werden kann erklärten Franz Wackerle und Stefanie Achleitner nach der Ehrung. „Leidenschaft zum Beruf, Freude an der Arbeit und ein klein wenig Ehrgeiz könnten auf dem Weg zu guten Noten hilfreich sein.“

Die Innungssieger März 2019: Marvin Vetter (Herzogsägmühle, Peiting), Franz Wackerle (Bäckerei Andreas Hobmeier, GAP), Stefanie Achleitner (Bäckerei Peter Andrä, Eberfing), Elias Mühlbauer (Herzogsägmühle, Peiting), Sabrina Hannweber, (Haustechnik Oberland), Martin Elsnitz (Metallbau Elsnitz, Gauting), Vincent Märten (Schreinerei Daniel Therstappen, Uffing).

Von Georg Müller

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