Landwirtschaftsschule Weilheim spricht Absolventen aus 13 Landkreisen frei

Neue Gesichter der Hauswirtschaft

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Nach bis zu 1095 Tagen am Ziel. Die 65 frischgebackenen AbsolventInnen der Hauswirtschaft strahlten bei der Freisprechungsfeier zu Recht. Li. und re. die Repräsentanten der Ämter und Behörden.

Eberfing/Weilheim – Die HauswirtschafterInnen genießen ein hohes Ansehen. Ihre Tätigkeiten sind vergleichbar mit „aktiven Managern“.

Sie leiten unter anderem Großküchen und landwirtschaftliche Unternehmerhaushalte. Hauswirtschafterin/Hauswirtschafter ist ein Beruf mit vielen interessanten Jobs und Karrieremöglichkeiten bis hin zum Techniker, Meister, Betriebswirt und Fachlehrer. Die Zahl der jungen Frauen, die diesen Beruf ergreifen, steigt jährlich. Es gibt aber auch Männer, die ihn erlernen.

Bei der Abschlussfeier des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Gasthof zur Post in Eberfing erhielten 64 Hauswirtschafterinnen und ein Hauswirtschafter aus 13 Landkreisen ihre Zeugnisse und Urkunden für ihren erfolgreichen Abschluss. Elf von ihnen sogar mit einer Eins vor dem Komma. Von ihnen absolvierten 38 Frauen und ein Mann die Ausbildung in schulischer beziehungsweise dualer Form. 27 der jungen Frauen schafften die Prüfung über den zweiten Bildungsweg und besuchten eine Landwirtschaftsschule.

Dass Männer in diesem Beruf immer noch Exoten sind, beschrieb Bildungsberaterin Barbara Schmid in ihrer Moderation anhand lustiger Anekdoten. So sei der männliche Absolvent (liebevoll „Seppi“ genannt) im Unterricht als Frau verallgemeinert („So, Mädels jetzt schaut mal her“.) und sogar in der Urkunde als „Frau Josef Wax“ betitelt worden. Mit Stolz erwähnte Schmid, dass in den acht Landkreisen über 50 aktive Ausbildungsbetriebe bestehen, die sogar Teilzeitausbildungen ermöglichen. Wertvolle Unterstützung erfahre das Amt auch durch rund 25 „Botschafterinnen“, die bei Berufsmessen und Schulbesuchen an etwa 100 Real- und Mittelschulen das Berufsbild vorstellten.

Die scheidende Beraterin Schmid – sie wird in das Sachgebiet Ernährung, Bildung, Diversifizierung der Regierung von Oberbayern versetzt – dankte in ihrer Rede allen Lehrkräften, Ausbildungsbetrieben, Unterstützern und wünschte den Absolventen viel Erfolg.

Für die stellvertretende Landrätin des Landkreises Weilheim- Schongau Regina Bartusch ist Hauswirtschaft ein gefragter Zukunftsberuf, da das Ernährungsbewusstsein weiter steigen werde. Sie sei stolz auf die gute Aufstellung der Landwirtschaftsschulen. Ihr Wunsch an die jungen Frauen und Männer: „Engagieren Sie sich im Beruf, in den Vereinen und in der Politik“.

Gute Wünsche und Gratulationen für die gezeigten Leistungen waren im Grußwort der Bezirksleiterin Ernährung und Landwirtschaft Elisabeth Hagmann ebenfalls Schwerpunkte. „Ich wünsche Ihnen gute Wegbegleiter und dass das Strahlen des heutigen Tages Ihr Leben begleitet. Sie sind unsere Zukunft, die neuen Gesichter/Botschafter der Hauswirtschaft“, sagte sie.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde durch die Rienstal Musi.

Von Georg Müller

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