Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl erhebt 119 Lehrlinge in den Gesellenstand

Solide Basis fürs Leben

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Die Innungssieger des Handwerks im März 2018. V. li.: Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl, Tanja Froschauer (Georg Johann Fichtl/Mittenwald), Martin Holl (Breidenbach Metallbau/Peiting), Laurian Engert (Herzogsägmühle/Peiting), Christian Lutz (Elektro Schöffmann Weilheim), Christopher Holzwarth (Josef Pfister/Starnberg) und Geschäftsführer Roland Streim.

Weilheim – Dafür hatten sie drei Jahre lang gearbeitet und zum Schluss eine erfolgreiche Prüfung abgelegt.

Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl sprach in der vollbesetzten Stadthalle am vergangenen Freitag 119 Lehrlinge feierlich von ihren besonderen Pflichten frei. Zusammen mit den 131 Absolventen im März 2017 und den 133 im September hat damit das Handwerk innerhalb nur eines Jahres über 380 neue FacharbeiterInnen für die Betriebe im Oberland gewonnen. Die Maurer, Zimmerer und Kraftfahrzeugmechatroniker hinzugerechnet steigt die Zahl auf fast 500 bestens ausgebildete Fachkräfte allein im Oberland. Auch bei den neu abgeschlossenen Lehrverträgen rechnet Zirngibl mit stabilen Zahlen auf hohem Niveau. Diese Zahlen rechtfertigten die hohen Investitionen des Landkreises Garmisch-Partenkirchen (über 20 Mio. Euro) in seine Berufsschule) und jene von Weilheim-Schongau (20 Mio. Euro in die Berufsschule Schongau und etwa 69,8 Mio. Euro in die geplante neue Berufsschule in Weilheim). Nach seiner Gratulation zur bestandenen Prüfung hatte Zirngibl noch einen kollegialen Ratschlag für die Absolventen. „Auch wenn ihr aktuell das Wort ‚Lernen‘ vielleicht nicht mehr hören könnt, ich sage euch: Lernt! Lernt alles was ihr kriegen könnt.“

Weilheims dritte Bürgermeisterin Angelika Flock gratulierte den Absolventen im Namen der Stadt und persönlich. „Ihr habt mit dem Abschluss eine solide Basis fürs Leben geschaffen. Seien Sie eine verlässliche Stütze Ihrer Betriebe, aber scheuen Sie sich auch nicht vor der Selbständigkeit“, erklärte sie. Glückwünsche spielten auch im Grußwort des stellvertretenden Landrats von Weilheim-Schongau, Karl-Heinz Grehl, eine Rolle. „Ihr startet in eine gute Zukunft. Dem Handwerk geht es gut. Ihr könnt auswählen, denn Fachkräfte fehlen weiterhin. Es ist jetzt Zeit positiv zu denken“, sagte Grehl. Gute Ratschläge gab auch Oberstudienrat Thomas Schütz (Berufsschule Schongau) den Absolventen mit auf den Weg. „Fragt jetzt nicht mehr, was kann mein Betrieb für mich tun, sondern fragt euch, was kann ich für meinen Betrieb tun. Ab jetzt müsst Ihr selbst mitdenken und die Initiative ergreifen.“

Viele der genannten Ratschläge haben die Innungssieger 2018 bereits für sich umgesetzt. Tanja Froschauer (Georg Johann Fichtl/Mittenwald) hatte von Bürokauffrau auf Schreinerin umgeschult. „Ich wollte am Ende des Tages sehen, was ich getan habe. Ich werde erst einmal im Betrieb bleiben und mittelfristig meinen Meister machen“, teilte sie mit. Christian Lutz (Elektro Schöffmann Weilheim) wählte den Beruf Elektroniker. „Ich habe Interesse an Technik und Menschen. Ich werde vorerst im Betrieb bleiben und später die Bauleiterschulung und eventuell den Meister machen“, erklärte er. Sein Tipp für gute Noten: „Interesse zeigen und immer wieder fragen, wenn etwas nicht verstanden wurde.“

Musikalisch zünftig umrahmt wurde die Freisprechung von der Big Band des Gymnasiums Weilheim.

Von Georg Müller

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