Rekordjahr gebrochen

Freiwillige Feuerwehr Weilheim zieht Jahresbilanz

Einsatz der Feuerwehr in Weilheim
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Einsatz beim Großbrand in der Lagerhalle an der Zotzenmühle. Hier kämpften 2019 41 Aktive gegen das Feuer.

Weilheim – Egal in welchem Bereich des öffentlichen Lebens – Vereine, Gewerbe, Veranstaltungen – das Jahr 2020 war anders. Betroffen war auch die Dienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim. 

Konnte bereits die Dienstversammlung im Frühjahr mit Kommandantenwahl coronabedingt nicht durchgeführt werden, musste nun auch die zweite Versammlung im Dezember aus den gleichen Gründen online abgehalten werden. Konrad Bischel zog dabei für das Jahr 2019 nach 18-jähriger Dienstzeit als Kommandant ein weiteres Mal Jahresbilanz. So habe sich die Zahl der Einsatzalarme zu Brand und Technischen Hilfeleistungen (THL) gegenüber dem Rekordjahr 2018 um elf Prozent gesteigert und weise damit eine Verdoppelung zu seinen ersten Jahren als Kommandant auf. Fast verdoppelt habe sich auch die Zahl der Fehlalarme. Waren es 2002 noch 24 Prozent, seien es 2019 44 Prozent gewesen.

Ausgerückt ist die Feuerwehr jedoch seltener, wenn es um THL ging. Die Zahl sank von 107 auf 97. Bei den Bränden stieg sie indes von 68 auf 97. Bischels Vergleich: Bei seinem Eintritt in die FFW seien es gerade einmal 24 Brand-, 16 THL-Einsätze und 40 Sicherheitswachen gewesen. Fehlalarme gab es damals nicht.

Von Dackeln und Enten

Als größter Einsatz erwies sich 2019 der Brand einer Maschinenhalle an der Deutenhausener Straße. Hier waren 41 Feuerwehrleute zur Bekämpfung eingesetzt. Die„amüsantesten“ Einsätze waren die Rettung einer Entenfamilie am Einlauf einer Verrohrung sowie die eines Dackels aus einem Fuchsbau. Häufigste Brandursachen: zehn Mal angebranntes Essen, vier Mal Schmorbrände in elektrischen Geräten oder Installationen.

Außerdem mussten die Weilheimer Floriansjünger insgesamt zehn Mal zur Befreiung von Personen aus Aufzügen, davon allein drei Mal am Bahnhof, einspringen. Erfreulich hat sich der Mannschaftsstand entwickelt. Er stieg von 90 auf 96 Aktive, darunter auch neun Frauen. Bei der Jahresbilanz verzeichnete die Chronik jedoch einen Rückgang um 2 216 Einsatzstunden. Damit habe jeder Feuerwehrangehörige 137 Dienststunden absolviert und ehrenamtlichen Dienst im Wert von 5 300 Euro geleistet, erklärte Bischel.

So eine enorme Leistung für das Allgemeinwohl muss natürlich gewürdigt werden. Vor allem, wenn es sich um jahrelange Mitglieder handelt. Und so wurden Tobias Hiebl für zehn Jahre, Anton Kröner und Martin Pröbstl für 20 und Robert Krötz, Thomas Luttner-Rohm sowie Michael Schenk für 30 Jahre aktiven Dienst geehrt.

Zum Schluss der Jahresbilanz dankte Bischel allen Unterstützern und seinen FeuerwehrkameradInnen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die überfälligen Neuwahlen zum Kommandanten könnten, bei Verbesserung der Bedingungen, im Frühjahr durchgeführt werden. „Ansonsten müsst ihr halt noch eine Weile mit mir auskommen“, so Bischel mit einem Schmunzeln.

Von Georg Müller

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