Von Stockholm bis Weilheim: "Fridays for Future Demo" mit über 700 Anhängern in der Kreisstadt

Gemeinsam für die Erde

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Über 700 Schüler, wie es auf der Instagram Seite „fridaysforfutureweilheim“ heißt, zogen am Freitag durch Weilheims Straßen.

Weilheim – Im August 2018 stand Greta Thunberg mit ihrem Plakat noch ganz alleine vor dem Parlament in Schweden, um für stärkere Klimaschutzbemühungen zu protestieren. Nur innerhalb eines halben Jahres erreichte die „Fridays for Future“-Botschaft tausende SchülerInnen weltweit, die – anstatt die Schulbank zu drücken – immer freitags für eine bessere Umweltpolitik demonstrieren. So auch am vergangenen Freitag erstmals in Weilheim.

Trotz Regen, Kälte und Wind versammelten sich über 700 SchülerInnen aus dem Landkreis mit Plakaten gegen 11 Uhr auf dem Kirchplatz, um den Ansprachen zuzuhören. „Wir demonstrieren, dass die Politik handelt und die Umwelt nicht vergessen wird“, so Theresa Takacs von der Montessori Schule in Peißenberg, die die „Fridays for future Demo“ in Weilheim mitorganisierte. Allerdings genüge es nicht nur am Freitag zu demonstrieren, „wir müssen was an unseren Lebenseinstellungen ändern“, forderte Takacs. Anstatt in den Urlaub zu fliegen, könnte man den Zug nehmen, statt Schnitzel zu Mittag sich auch mal nach vegetarischen Alternativen umsehen und mehr auf Mülltrennung sowie beim Einkauf auf regionale Produkte achten.

Fridays for Future Demo Weilheim

 © Maria Lindner
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Bevor sich der Zug mit Pfiffen und fordernden Sprüchen wie „Wir sind hier, wir sind laut, weil ihr uns die Zukunft raubt“, durch Weilheims Innenstadt in Bewegung setzte, bedankte sich „Special-Guest“ Grünen-Landtagsabgeordneter Andreas Krahl bei den Schülern für ihren Einsatz: „An über 150 Orten in Deutschland stehen heute junge Menschen auf der Straße. Die Zukunft gehört Euch.“

Am Gymnasium Weilheim zum Beispiel holten sich circa 200 Schüler die Einverständniserklärung ihrer Eltern, um an der Demo teilzunehmen, erklärte Schulleiterin Beate Sitek auf Nachfrage des Kreisboten. Nicht so an der Mittelschule. Obwohl es Anträge für eine Schulbefreiung gegeben hat, entschied man sich laut Direktor Bernhard Bürger gegen eine Befreiung. „Der Umweltschutz muss ein Anliegen von uns allen sein, nicht nur von Schülern“, so Bürger. Stattdessen wird es an der Schule am letzten Tag vor den Osterferien einen Aktionstag Umwelt geben, an dem sich auch Eltern für das Thema engagieren.

Von Maria Lindner

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