Auch über Hilfsprojekte informiert

Friedenskundgebung in Murnau: „Solidarität für die Ukraine – Frieden für Europa“

Solidarität Ukraine Murnau Ödön-von-Horváth-Platz
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Viele Menschen kamen am vergangenen Mittwoch auf den Ödön-von-Horváth-Platz, um sich mit der Ukraine solidarisch zu zeigen.
  • VonAntonia Reindl
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Murnau – Eine Europaflagge flatterte an einem Radl, das am Ödön-von-Horváth-Platz abgestellt worden war. Kurze Zeit später hielt ein Mann die Fahne in den sanften, aber kühlen Wind. Umgeben von einer Menschenmenge. Eine Friedenskundgebung am vergangenen Mittwochabend, organisiert vom Aktionsbündnis „Solidarität für die Ukraine – Frieden für Europa“. Dabei standen nicht allein zahlreiche Bürger*innen für ein Ende des Krieges ein, auch Bürgermeister des Blauen Landes. Und auch auf das Hilfsprojekt der neun Kommunen des Blauen Landes, das im Hintergrund bereits in vollem Gange war, wurde aufmerksam gemacht.

Farben der ukrainischen Flagge waren zu sehen, auf Fahnen, Luftballons und Pappe. Schilder wurden in die Höhe gehalten, Körper zu Plakatständern umfunktioniert, mit prägnanten Aufschriften – gegen Putin, für Frieden. Mit der Kundgebung „setzen wir ein wichtiges Zeichen für Solidarität“, meint Petra Daisenberger vom Aktionsbündnis. Solidarität mit den Menschen in den Kriegswirren und auf der Flucht. „Der Krieg und die damit einhergehende Gewalt müssen gestoppt werden“, appellierte sie, ehe Dutzende Menschen, die sich am Ödön-von-Horváth-Platz versammelt hatten, für eine Schweigeminute verstummten. Niemanden lassen die Bilder von Gewalt und Zerstörung aus der Ukraine kalt, sagte Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting, den am Rednerpult seine Rathauskollegen aus dem Blauen Land umrahmten. Sein Wunsch: „Dass dieser Wahnsinn des Krieges ein sofortiges Ende hat“. Nun seien „wir gefragt“, meinte der Rathauschef, „sich allen entgegenzustellen, die die Demokratie gefährden“. Trauer, Wut, Verzweiflung müsse man jetzt in praktizierte Solidarität umwandeln.

Dann machte Beuting auf das Hilfsprojekt „Das Blaue Land hilft“ aufmerksam, dessen Ziel es sei, „einen Hilfstransport auf die Straße zu bringen“. Dafür werden nicht nur Güter, sondern auch Finanzen gebraucht. Insbesondere gebraucht werden unter anderem Erste-Hilfe-Sets, Desinfektionsmittel und Hygieneprodukte, Kerzen, Feuerzeuge und Batterien, Mikrofaserhandtücher und Windeln – jedoch keine Altkleider. Die Spendenübergabe wird mit der ukrainischen Stadtverwaltung von Lviv organisiert. Beuting dankte am Ende allen Helfern, etwa von der Feuerwehr, der Marktgemeinde und vom Verein Forum Westtorhalle.

Im Anschluss traten noch weitere Referenten ans Pult, darunter Gisela Lücke-Wegmann, die eben noch mit einem Schild um den Nacken, darauf „Nein zu Putins Krieg“ und „Frieden jetzt!“, in der Menge gestanden hatte. Sie mahnt: „Wir alle wissen, dass ein solcher Krieg keine Sieger kennt, sondern nur Verlierer“. Nach rund einer halben Stunde beendete Daisenberger die Kundgebung, „tief bewegt“ vom Anblick der vielen Demonstranten.

Wer spenden möchte: Sachspenden können im ehemaligen Postgebäude (Bahnhofstraße 1) in Murnau täglich von 8 bis 10 und von 16 bis 18 Uhr abgegeben werden. Geldspenden können auf folgendes Spendenkonto überwiesen werden: Kontoinhaber: Markt Murnau a. Staffelsee, IBAN: DE87 7035 1030 0032 6841 85, BIC: BYLADEM1WHM, Verwendungszweck: Solidarität Ukraine. Wer bei dem Projekt mithelfen möchte, kann sich unter Tel: 08841/476105 melden.

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