Rund 200 Teilnehmer*innen waren dabei

Für eine Verkehrswende: Fahrraddemo im Landkreis

Radfahrer bei der Grünen Fahrraddemo in Weilheim
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Circa 200 Personen waren im Landkreis verteilt mit ihren Rädern unterwegs, um für eine Verkehrswende zu demonstrieren.
  • Stefan Raab
    VonStefan Raab
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Weilheim/Landkreis – Wer hat nicht genug von Lärm, Staus und Abgasen? Wie wäre es stattdessen vor allem mit Fahrrädern innerorts unterwegs zu sein? Damit ein solches Zukunftsszenario nach Kopenhagener Vorbild einmal Realität werden kann, hat der Kreisverband der Grünen Weilheim-Schongau am vergangenen Samstag zu einer Fahrraddemo aufgerufen.

An vier Treffpunkten in Peißenberg, Peiting, Penzberg und Wilzhofen, waren nach Angaben des Veranstalters insgesamt rund 200 Aktivist*innen um zehn Uhr morgens unter Einhaltung der Corona-Regeln zusammengekommen. Ihr Vorhaben: über konkrete Ziele ihrer Ortsverbände in Sachen Mobilität und Verkehr zu sprechen und zu Radtouren im Landkreis Weilheim-Schongau aufzubrechen. Nach dem Vorbild der Critical Mass, der weltweiten Bewegung für die Stärkung des Radverkehrs, absolvierten sie ihre Radstrecken auf vier unterschiedlichen Teilstrecken mit insgesamt 60 Kilometern.

Annette Schulze vom Ortsvorstand der Weilheimer Grünen bilanziert: „Unsere Fahrraddemo war erfolgreich. Wir sind ordentlich gefahren und die Polizei hatte nichts zu beanstanden.“ Nicht einverstanden sei sie mit den schmalen Fahrspuren für Radfahrer nahe des Weilheimer Stadttheaters. Diese seien für Radler „lebensgefährlich“ und müssten „entschärft“ werden. Maximilian Terlecki, Mitorganisator der Radldemo, ergänzt: „Der Fahrradverkehr muss ausgebaut werden, gerade in der Oberen Stadt benötigen wir mehr Spuren.“ Erstrebenswert sei hier eine Tempo 30-Regel, dadurch würde nicht nur die Sicherheit der Radfahrer erhöht, sondern auch ein Mehrwert für die Anwohner geschaffen: bessere Luftqualität und weniger Verkehrslärm. Beim Öffentlichen Personennahverkehr sieht Terlecki großen Nachholbedarf: „Wie wollen Sie am Samstag einkaufen gehen, wenn kaum ein Zug fährt?“ Und die Wahlkreis-Direktkandidatin der Grünen für den Bundestag, Elisabeth Löwenbourg-Brzezinski, betont: „Wir brauchen eine ökologische Transformation. In den letzten 30 Jahren sind in Deutschland 30 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen worden, die hätten eingespart werden können.“

Trotz allem gibt sich Schulze vom Ortsvorstand der Grünen von einer Verkehrswende überzeugt: „Wenn die Bürger bessere Angebote für den Verkehr in ihrem Landkreis erhalten, dann würden sie ihr Kfz häufiger als bisher zuhause stehen lassen.“ Wenn es nach dem Willen des Bündnis90/Die Grünen ginge, hieße es also ab sofort: Lärm, Staus und Abgase ade, das Radl hat Vorfahrt.

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