Sparkassen Weilheim und Schongau zum 1. Januar 2017 vereinigt – Gemeinsamer Geschäftsbetrieb ab April

Fusion zur "Sparkasse Oberland" besiegelt

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„Man spürt, dass man irgendwie zusammengehört“ (Loth). Bei der Vertragsunterzeichnung im  Weilheimer Sparkassenforum vorne v. li.: Josef Koch, Markus Loth, Andrea Jochner-Weiß und Alexander Schmitz. Hinten v. li.: Thomas Orbig (Vorstand „Sparkasse Oberland“), Rolf Beuting, Markus Lanz (Vorstand), Michael Lautenbacher (Vorstand) und Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni.

Weilheim/Schongau – Nach mehreren Anläufen hat es geklappt: Mit 2,45 Mrd. Euro Bilanzsumme ist die „Sparkasse Oberland“ ab 1. Januar 2017 das größte regionale Geldinstitut südlich von München.

Am Donnerstag wurden bei der Pressekonferenz in Weilheim die Unterschriften unter den Vertrag gesetzt und die Eckdaten der neuen Sparkasse vorgestellt. Bürgermeister Markus Loth, Verwaltungsratsvorsitzender der Weilheimer Sparkasse, sprach von einem „historischen Augenblick“. Das einstimmige Votum der Weilheimer Zweckverbandsversammlung am Mittwoch hatte den Weg für die Fusion der Vereinigten Sparkassen Weilheim mit der Kreissparkasse Schongau endgültig frei gemacht.

Vorstandsvorsitzender der „Sparkasse Oberland“ wird Josef Koch (Weilheim) und Alexander Schmitz (Schongau) sein Stellvertreter. Sitz des fünfköpfigen Vorstandes, der „langfristig auf drei Mitglieder abgeschmolzen“ werden soll (Loth), ist Weilheim. Der Verwaltungsrat wird 1:1 übernommen, dessen Vorsitz führen im Wechsel zwei Jahre der Weilheimer Bürgermeister und ein Jahr die Landrätin. Die Träger setzen sich wie folgt zusammen: Weilheim 38,5 Prozent, Landkreis (30), Murnau (14), Peißenberg (10,5), Penzberg (7). Nachdem die früher zum Altlandkreis Weilheim gehörende Murnauer Geschäftsstelle mit im Boot bleibt, wird mit dem Namen „Oberland“ das Gebiet gut abgedeckt, erklärte Loth. „Wir sehen uns nicht als Anhängsel“, bekräftigte Murnaus Bürgermeister Rolf Beuting.

Dass nun die Sparkassen der Altlandkreise Weilheim und Schongau vereint sind, war laut Landrätin Andrea Jochner-Weiß eine wichtige Entscheidung, um für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet zu sein – auch wenn im Altlandkreis Schongau mitunter Skepsis herrsche.

Mit rund 290 Mio. Euro Eigenkapital „werden wir bärenstark sein“, sieht Koch beste Aussichten für den Mittelstand, die Fusion mache deutlich höhere Kreditausgaben möglich. Sein Schongauer Kollege Schmitz betonte, dass „die Beratungskompetenz am Standort Schongau erhalten bleibt“.

Für die Kunden wird die „Sparkasse Oberland“ zum 1. April 2017 rechtskräftig. Die Schongauer Kunden erhalten eine neue BLZ. Ab 24. September 2017 wird die neue Sparkasse auch technisch vereint sein. Für die Umsetzung der Fusion müssen in den nächsten zwei bis drei Jahren 1,6 Mio. Euro geschultert werden. Fusionsbedingte Kündigungen, schloss Loth in der Pressekonferenz aus, wird es für die insgesamt 521 aktiven Mitarbeiter der neuen Sparkasse nicht geben.

Von Maria Hofstetter

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