Bürgerbefragung ergibt deutliches Votum – Stadtratsmehrheit lehnt Ausdehnung auf weitere Straßenzüge ab

Keine Erweiterung der Fußgängerzone

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Das wars dann in Sachen Fußgängerzonenerweiterung.

Weilheim – Die Antworten der Bürgerbefragung zeigen deutlich: Die Mehrheit der Weilheimer ist gegen eine größere Fußgängerzone. 68 Prozent der Befragten schlossen sich dem Vorschlag der Fachplaner an, die von einer Erweiterung abraten.

Von 19 711 versandten Befragungskarten an alle Weilheimer über 16 Jahre kamen 8 789 ausgefüllt zurück. Eine sehr hohe Quote, führte Nikola Richter (Firma Ingevost) bei der Präsentation in der Stadtratssitzung aus. 53 Prozent stimmten für eine Minimierung des altstadtquerenden Kfz-Durchgangsverkehrs, 64 Prozent für eine bessere Erschließung der Altstadt für Radler und 45 Prozent der Befragten befürworten als zusätzliche Maßnahme das Anwohnerparken. Die knapp 2 700 Anregungen der Bürger auf den Befragungskarten werden noch ausgewertet.

Projektleiter Jan Vorholt (Cima) fasste zusammen: Die breite Untersuchungspalette mit acht Bausteinen (wir berichteten) habe ergeben, dass Weilheims Fußgängerzone „ein attraktiver, florierender Einzelhandelsstandort“ ist und für eine weitere gesunde Innenstadtentwicklung in ihrer bisherigen Größe beibehalten werden soll.

Das von den Grünen ins Rollen gebrachte und mitunter sehr emotional diskutierte Thema hatte am vergangenen Donnerstag viele Besucher in den Rathaussaal gelockt. Mit Ausnahme der drei Grünen-Vertreter votierten schließlich alle Stadträte gegen eine Ausdehnung der Fußgängerzone.

„Das Ergebnis der Fachgutachten ist eindeutig und die Bürger wurden gehört“, sah CSU-Stadtrat Klaus Gast alle Voraussetzungen erfüllt, um „auf dieser Faktenlage entscheiden zu können“. Die Vorbereitungen, so Bürgermeister Markus Loth, werden in den Fachausschüssen getroffen. Für Alfred Honisch (Grüne) ist „der Bürger der große Gewinner der ganzen Aktion“, mit seinem klaren Votum habe er den Räten die Entscheidung abgenommen. Michael Lorbacher (SPD) sieht jetzt den Stadtrat in der Pflicht, die Verbesserungsmaßnahmen in der Innenstadt zügig anzupacken, „auch für die Fußgänger“. Seine Parteikollegin Petra Mangano krisierte, dass auf den Befragungskarten der Bürger „nur negative Argumente drauf standen“. Zur Reduzierung des Durchgangsverkehrs in der Admiral-Hipper-Straße, berichtete Jochen Knittel seinen Kollegen, haben die BfW bereits einen Antrag eingereicht.

30 Prozent hätten Veränderungen in der Fußgängerzone befürwortet, kommentierte Dr. Eckart Stüber (Grüne) die gescheiterten Erweiterungspläne und wollte sich den Satz „ich hoffe, dass die Mehrheit zur Vernunft kommt“, nicht verkneifen.

Von Maria Hofstetter

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