Gebühren für die Musikschule Weilheim werden ab September leicht angehoben

Qualität hat ihren Preis

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Weilheim – Dass sich gute Qualität meist auch am Preis bemerkbar macht, gilt nicht nur für Lebensmittel oder Bekleidung.

Das Prinzip lässt sich ebenfalls auf die Gebühren der Städtischen Musikschule Weilheim übertragen. Daher werden die Gebühren im September auch wieder moderat angehoben. Über die Details sprach Musikschulleiter Josef Dichtl in der letzten Sitzung des Stadtrates. Die Grundlage für die Gebührenberechnung ist die Personalkostenentwicklung, da die Ausgaben für Lehrpersonal 83,9 Prozent der Gesamtkosten ausmachen. Diese steigen im Vergleich zum laufenden Schuljahr durchschnittlich um 2,35 Prozent. Die Kosten fürs Lehrpersonal teilen sich die beteiligten Kommunen, Eltern beziehungsweise Schüler und der Staat auf. Der kommunale Anteil (40,9 Prozent) liegt dabei seit Jahren unter dem der Eltern (46,0 Prozent). Um das langfristige Ziel, die Annäherung der beiden Anteile (jeweils circa 45,0 Prozent), zu erreichen, seien in den nächsten Jahren weiterhin „sehr moderate“ Gebührenanpassungen ausreichend, wie es in der Beschlussvorlage heißt. Die restlichen 10,0 Prozent kommen durch staatliche Förderung. Der Vorschlag der Musikschule lautete daher, die Gebühren zum 1. September, um 1,0 Prozent anzuheben. Die Kosten für die Unterrichtsangebote steigen somit um maximal 0,50 Euro pro Monat. Davon ausgenommen sind der Einzelunterricht und die Förderklasse, hier steigen die Gebühren um 1,0 Euro.

Die Erhöhung der Gebühren wurde von allen Stadträten einstimmig mitgetragen. Klaus Gast (CSU) nannte die Musikschule ein „Schatzkästchen“ und „herausragend“ – so etwas gebe es eben nicht zum Nulltarif. Die Stadt würde gerne einen „ordentlichen Teil“ zuschießen, um die Leistungen auch zu würdigen. Musikschulreferent Michael Lorbacher gab an, dass die jährliche moderate Erhöhung bewährte Praxis sei. Dadurch müssten sich die Räte zwar immer wieder mit der Thematik befassen, große Sprünge seien für die Betroffenen aber „viel unangenehmer“. Zudem wies er auf die Möglichkeiten für eine Ermäßigung hin. Aus Kostengründen müsste kein Talent auf Musikunterricht verzichten.

Zudem wurde eine Änderung der Gebührensatz beschlossen. Zu ihr kam es, da immer mehr Schüler in mehreren Spielkreisen, Ensembles und Orchestern vertreten sind – auch nachdem sie den Instrumental- und Vokalunterricht beendet haben. In der aktuellen Satzung finde sich noch keine Regelung, ob in diesen Fällen die Grundgebühren mehrfach bezahlt werden müssten, wie der Beschlussvorlage zu entnehmen ist. Nun wurde hinzugefügt, dass Schüler, die Instrumental- und Vokalunterricht belegt haben (in den Kosten dafür ist die allgemeine Grundgebühr enthalten), in ihrer Fachrichtung Ensemble- und Orchesterangebote sowie Theoriekurse belegen können. In einer anderen Fachrichtung muss die Grundgebühr allerdings zusätzlich gezahlt werden.

Wenn ein Schüler keinen Instrumental- und Vokalunterricht besucht, muss er für die Teilnahme an mehreren Ensembles im gleichen Fach, sowie an Theoriekursen oder ähnlichem, die allgemeine Grundgebühr nur einmal aufbringen. Das Gleiche gilt für die Teilnahme an Orchestern, Ensembles und Theoriekursen im gleichen Fach. Auch die ermäßigte Grundgebühr muss, beispielsweise beim Besuch von mehreren Chören im gleichen Fach, nur einmal aufgebracht werden.

Von Sofia Wiethaler 

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