Hans Sigl hält bewegende Rede

Gedenkfeier von Schauspieler Siegfried Rauch

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Hans Sigl bei seiner Rede auf der Gedenkfeier in Habach.

Untersöchering/Habach – Der kürzlich verstorbene Schauspieler Siegfried Rauch wurde bis weit über die Landkreisgrenzen hinaus geschätzt. Als Künstler und vor allem als Mensch.

Dies zeigte sich auch in der sehr persönlichen Rede, die Schauspielkollege und Freund Hans Sigl auf der Gedenkfeier hielt. Sigl stand zusammen mit Rauch viele Male für die ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ vor der Kamera. Das Set sei Rauchs zweite Heimat gewesen, so Sigl. Im ersten Jahr seien sich die beiden noch fremd gewesen, doch nach gemeinsamen Besuchen auf dem Golfplatz war das Eis gebrochen. Im zweiten Jahr hätten sie schon gemeinsame Themen gehabt. Letztlich seien sie nun elf Jahre miteinander verbandelt gewesen.

Gedenkfeier Siegfried Rauch

 © Sofia Wiethaler
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Bis zum Jahr 2007 habe Sigl auf die Frage nach einem Idol immer gemeint, dass er keines habe und brauche. Danach habe er gesagt, „dass ich dich ziemlich cool finde“, so Sigl, der sich in seiner Rede persönlich an seinen Freund wandte – eben von Herz zu Herz. Irgendwann würden auch sie beim „Bergdoktor“ die Praxis zusperren und in die Welt hinaus gehen. Zwar vielleicht nicht als Kapitän, aber „ich werde dir folgen“.

Musikalisch wurde die Feier mitunter von der Blaskapelle Obersöchering umrahmt. Des Weiteren waren die Familienmusik Servi, die Tegernseer Alphornbläser und der Münchner Tenor Sandro Schmalzl zu hören, die Rauch auch bei der „Bergweihnacht“ begleitet hatten. Neben Sigl sprach bei der Gedenkfeier des Schauspielers auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder. 

Der Politiker drückte das „tiefempfundene Beileid“ der bayerischen Staatsregierung und seine persönliche Betroffenheit aus. Rauch sei ein „Bayer von Welt“ gewesen, schon seine Mutter hätte ihn gemocht und ihn als den „deutschen James Bond“ bezeichnet.

Des Weiteren ist Rauch ein großer Schauspieler, eine herausragende Persönlichkeit und soweit Söder ihn kennen lernen durfte auch ein „herzensguter Mensch“ gewesen. Durch seine Verbundenheit zu Bayern und seine frühere Rolle als Traumschiffkapitän sei Rauch auch ideal für den Posten des „Botschafters der Bayerischen Seenschifffahrt“ geeignet gewesen, zu dem ihn Söder 2016 ernannt hatte. Außerdem verlieh er Rauch 2017 die Heimatmedaille.

Am Ende der Trauerfeier war noch einmal Siegfried Rauch selbst zu hören – und zwar mit einer Aufnahme seiner Interpretation des Liedes „My way“ von Frank Sinatra.

Von Sofia Wiethaler

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