Gedenkstein für Weilheims Juden – Festakt auf dem städtischen Friedhof – Dr. Charlotte Knobloch war Ehrengast

Auf dem Weilheimer Friedhof erinnert seit kurzem ein Gedenkstein an die jüdischen Bürger, die in der NS-Zeit verschleppt und umgebracht wurden.

Zur Enthüllung kam Dr. Charlotte Knobloch. Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland sieht in dem Denkmal ein „in Stein gemeißeltes Zeugnis“ dafür, „dass die Vergangenheit in Erinnerung bleiben muss und sich niemals wiederholt“. Rund 50 Menschen wohnten dem Festakt bei. Auf dem Stein stehen acht Namen von Kindern, Männern und Frauen: Emil, Hedwig, Johanna und Ernst Buxbaum, Johanna, Bernhard und Sabina Schmidt sowie Richard Grunwald. Sieben wurden getötet, Ernst Buxbaum beging Selbstmord. Vor wenigen Jahren wurde eine Gasse in „Buxbaumgasse“ umbenannt. Das Denkmal schaffte der Bildhauer Egon Stöckle. Von einem roten Sandsteinblock hat er ein Stück weggesprengt, worauf die acht Namen stehen. Stöckle zeigt, dass diese Menschen von „der Bürgerschaft abgetrennt wurden“. Der Hohenfurcher wurde von Knobloch und Bürgermeister Markus Loth (BfW) gelobt. Dem KREISBOTEN sagte Stöckle: „Ich bin froh, dass es ankommt und die Verantwortlichen es akzeptieren.“ Loth schilderte die Repressalien, denen die hiesigen Juden ausgesetzt waren. Der Leidensweg der jüdischen Bürger Weilheims, denen nicht mehr die Flucht oder Emigration gelang, könne nur erahnt werden. Nach Knobloch ist es nicht damit getan, den Blick nur auf die Vergangenheit zu richten, da auch heute wieder jüdische Menschen in Weilheim leben.

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