Nadelöhr wird entschärft

Geh- und Radwegbrücke bei Oderding soll bis zum Frühjahr 2021 fertig sein

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Die Überquerung der Ammerbrücke bei Oderding ist sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer nicht ungefährlich – auch wenn diese wie vorgegeben ihr Rad schieben.

Polling – Bald sollen an der Oderdinger Ammerbrücke die Bauarbeiten für den von der Gemeinde Polling langersehnten, separaten Geh- und Radwegsteg neben der Staatsstraße beginnen. Laut Andreas Lenker, Abteilungsleiter im Staatlichen Bauamt Weilheim, wird im Juni respektive Juli die Ausschreibung für die Errichtung der Holzbrücke erfolgen.

Anschließend sollen die Bauarbeiten an den Fundamenten sowie an den Widerlagern starten können. Das eigentliche Brückenbauwerk wird vormontiert und im Frühjahr 2021 neben der Staatsstraßenbrücke eingehoben.

„Das heißt, pünktlich zur Fahrradsaison 2021 wird die Geh- und Radwegbrücke fertig sein“, kündigt Lenker an.

Die aktuelle Kostenschätzung für den Brückenschlag liegt bei 900 000 Euro.

„Wir freuen uns schon lange darauf“, erklärte Bürgermeister Martin Pape (CSU), als es in der jüngsten Sitzung des Pollinger Gemeinderats um die Geh- und Radwegbrücke ging. Das für Fußgänger und Radfahrer gefährliche Nadelöhr an der Oderdinger Ammerbrücke zu entschärfen stand schon seit vielen Jahren auf der Agenda. Dort führt bislang nur ein rund ein Meter breiter Fußgängerstreifen über den Fluss – direkt neben der vielbefahrenen Staatsstraße zwischen Weilheim und Peißenberg.

Der Brückenbau scheiterte aber unter anderem an Grundstücksverhandlungen. Erst im vergangenen Jahr gelang der Durchbruch mit einer geänderten Planvariante. Der Brückenschlag wird nun wenige Meter nördlich der Staatstraßenbrücke erfolgen.

Auf der Tagesordnung im Gemeinderat stand nun die endgültige Fixierung der Vereinbarung mit dem Staatlichen Bauamt über die Kostenteilung. Die Zustimmung des Gemeinderats war nur noch eine Formsache. Die Inhalte waren bereits im vergangenen Jahr ausgehandelt worden (wir berichteten).

Demnach wird die Gemeinde den Aufwand bis zur „Leistungsphase IV“ übernehmen und das Staatliche Bauamt die Kosten für den eigentlichen Bau und den späteren Unterhalt.

Ausgeführt werden sollen die Pflegearbeiten aber von der Gemeinde Polling, weil das Staatliche Bauamt Weilheim nicht die dafür notwendigen Schmalspurfahrzeuge in seinem Fuhrpark hat.

Von Bernhard Jepsen

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