Polizist wird auf Wagen der 40-Jährigen aufmerksam und nimmt Verfolgung auf

Zwölf Kilometer Geisterfahrt auf der A 95

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Die Verkehrspolizeiinspektion Weilheim bittet Zeugen und Verkehrsteilnehmer, die durch die Geisterfahrerin gefährdet wurden, sich umgehend unter Tel. 0881/640-302 zu melden.

Region – Nicht auszudenken was alles hätte passieren können: Eine 40-Jährige aus dem Landkreis Weilheim-Schongau war am Mittwoch ganze zwölf Kilometer auf der A95 im Bereich Icking/Starnberg als Geisterfahrerin unterwegs. Nur durch Zufall konnte sie gestoppt und Schlimmeres verhindert werden.

In den frühen Morgenstunden befand sich die 40-Jährige gemeinsam mit ihrer Mutter auf dem Nachhauseweg von einem Konzert in München. Da sie am Starnberger Dreieck ihre Abfahrt verpasst hatte, blieb die 40-Jährige noch weiter auf der A 95 in Richtung Süden bis zur Rastanlage Höhenrain, um dort zu tanken. Doch anstatt die Fahrt in Richtung Garmisch fortzusetzen fuhr die Lenkerin eines „VW Up“ in die falsche Richtung nach Starnberg weiter.

Laut Pressebericht der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim war es nur einem Polizeibeamten, der sich gerade auf dem Nachhauseweg vom Dienst befand und auf der Parallelspur fuhr, zu verdanken, dass die Geisterfahrt der Frau ohne Unfall verlaufen ist. Als der Beamte die Falschfahrerin bemerkte, alarmierte er umgehend seine Kollegen und blieb parallel zu ihr auf gleicher Höhe.

Kurz darauf konnte die Fahrt der 40-Jährigen von einer Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim in Starnberg gestoppt werden. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass beiden Frauen nicht bewusst war, welcher Gefahr sie sich und andere VerkehrsteilnehmerInnen mit ihrem Verhalten ausgesetzt hatten. Die Beifahrerin hatte zwar irgendwann bemerkt, dass sie sich auf der falschen Richtungsfahrbahn befanden, trotzdem legte die 40-Jährige insgesamt eine Strecke von zwölf Kilometern zurück. Dabei hielt sie sich strikt auf der Überholspur der verkehrten Fahrbahn. Sie wollte am Starnberger Dreieck wenden und in Richtung Süden weiterfahren.

„Es grenzt an ein Wunder, dass es nicht zu einer Kollision mit entgegenkommenden Fahrzeugen gekommen war“, zeigte sich die Polizei in ihrem Bericht erleichtert. Die Fahrerin erwartet ein Strafverfahren und möglicherweise auch der Entzug ihres Führerscheins.

Die Verkehrspolizeiinspektion Weilheim bittet nun Zeugen und Verkehrsteilnehmer, die durch das Fehlverhalten der Frau in eine gefährliche Situation gebracht wurden oder ausweichen mussten, sich umgehend unter Tel. 0881/640-302 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Von Kreisbote 

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