»Müssen Lücke schließen«

Gemeinde Wessobrunn zahlt beim Klostergut ordentlich drauf

Klostergut Wessobrunn
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Das Klostergut Wessobrunn kostet die Gemeinde einiges.

Wessobrunn – Neue Informationen rund um das Klostergut gab es bei der letzten Sitzung des Wessobrunner Gemeinderats. 

Michael Geburek, der Gemeinderat ist als Referent dafür zuständig, vermeldete dabei erste Ergebnisse der Bestandsaufnahme. „Wir haben Pläne von St. Ottilien bekommen, die sind eingescannt worden, da wir sie wieder zurückgeben müssen“, berichtete Geburek. Zudem wurden Wohnflächenberechnungen der meisten Mietwohnungen erstellt, die zusätzlich in Excel-Tabellen erfasst wurden.

Auch auf die Zahlen des Klosterguts der letzten Jahren wurde ein Auge geworfen. „Wir zahlen leider jeden Monat drauf“, erklärte Geburek. Seit 2018 bis Mitte November lagen die Einnahmen in Summe rund 127 000 Euro unter den Ausgaben. Zu Buche schlugen dabei einige Sonderfaktoren wie die Ablösung von Heizöl an St. Ottilien (19 000 Euro), Zahlungen an das Finanzamt (21 700 Euro), Grundbuchamt (4 500 Euro) und die Erneuerung von Heizungen in den Wohnungen (22 700 Euro). „Wir sollten schauen, diese Lücke schnellstens zu schließen“, mahnte Geburek.

Geplant sind unter anderem weitere Vermietungen. „Es gibt einen Termin mit einem Interessenten für die Remise, vielleicht können wir die vermieten.“ Auch Bürgermeister Georg Guggemos berichtete von einem Ortstermin im Klostergut. „Das Landratsamt hat Räumlichkeiten dort besichtigt“, erklärte er, nachdem er in der vorherigen Sitzung das Interesse des Ausländeramts an Wohnraum vermeldete. „Da muss jetzt noch wegen dem Brandschutz und der nötigen Umbauarbeiten einiges geklärt werden“, ergänzte Guggemos, wobei er eine gewisse Skepsis durchklingen ließ. „Das ist nur was, wenn es finanziell umgeht, wobei wir den Mehrwert für den Bürger nicht aus dem Auge verlieren dürfen und genau abwägen müssen, ob wir das vermieten.“ Der Bürgermeister will sich eventuell andere Ideen, die noch zum Klostergut aufkommen könnten, nicht von vornherein ausschließen.

Roland Halmel

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